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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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heit hat man mit groſſem Fleiß eines jedern Maͤußleins An⸗ fang/ MMitt el und Ende vor Angen geſtellet. Die erſte Taffel: Die erſte Figur.

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terſuchet/ von einander geloͤſet/ oder abgeſchnitten werden.

38 Die Erklaͤrung der Taffeln des IV. Buchs.

In den folgenden Taffeln ſind alle Maͤußlein( Muſculi) deß gan⸗

in menſchlichen Leibs entworffen und vor Augen geſtellt. Dieſes 8)oder da maͤu zuer i nſaechenegir zenewouf worden/ daß alle und jede/ ſo wol lus tem poralis) geheiſſen/ in ſeiner rechten Laͤgerſtelle/ abe nach ihrem eygenthumblichen Sitz(ſedes naturalis) welchen ſie von dem Haͤutlein entbloͤſet/ damit die fleiſchichten Zaͤſerlein in demLeib haben/ als auſſerhalb deſſelben/ unverruͤcket moͤchten gezeigt werden: Welches dieſen Nutzen hat/ daß nicht allein ihre außwendige Geſtalt/ ſondern auch die inwendige ſich ſehen laͤſt. Und dabeneben ſich eraͤugnet/ wie eines auff das ander nach der Ordnung folge. Dieſes iſt auch nach muͤglichem Fleiß in acht ge⸗)wirm nomen worden/ daß ſie in der Orduung vorgebildet wuͤrden/ nach net mit dem Merckmahl N die Banche aber mit den Buchſta⸗ ſwelcher ſie in der Zerlegung ſollen gewieſen werden. Alles aber ben Im auß welchen l der erſte iſt/ und der den Anfang: m der daran iſt mit ſolcher Kunſt von dem Kupfferſtecher getroffen/ daß andere/ Und ſo das Ende daran ſetzet. O Das zte Maͤußlein des ſein jeder im erſten Augenblick bald ſehen kan/ welches Theil am Maͤußlein fleiſchicht(muſculi pars carnea)oder haarwachſich (tẽ dinoſa)oder Spanaͤderig(nervoſa)oder memdranoſichemé- [branofa) ſa wie dicke oder duͤnne ein Maͤnßlein ſey. Und damit wir auch ſelbſt thaͤtẽ/ was unſers Amts iſt in der Erklarung/ ha⸗ ſden wir alles auffs genauſte auf desspigelii Beſchreibung gezo⸗ gen/ und darnach außgelegt/ und deßwegen auchofft ſeine eygne Wort behalten/ dz nichts vorkaͤme was er gelehrt oder geſchrie⸗ ben/ daß hie nicht ſolte in dem Abriß gezeigt werden. Inſonder⸗ der Schlaffgebeine(offa temporum) eingegraben/ geſcho⸗

Haͤuptlein(capitulum) verurſachet/ oder darauß das Haͤupt⸗

Sie ſtellet vor die Maͤußlein der Stirne/ der Augenlieder(palpe-] lus attollens aurem)in ſeiner rechten Laͤgerſtelle. TrT Das bræ) der Raſe/(Naſus)der Backen( Buccæ)der Leffzen(labia)des andere Maͤußlein des Ohres/ oder das abziehende(muſcu lus Unterkiefels(maxilla inferior)und des Ohres/ und dieſelbe faſt detrahens) deſſen dreyfaches Theil allhier vorgebildet wird

alle nach ihrem eygenthumlichen Sitz oderLaͤgee ſtell/ oder wie ſiev Das Oehrlein/ oder das außwendige Ohr/ Auricula, vel au. ſich herfuͤr thun/ ehe ſie durch Anatomiſche ode Zerlegkuuſt un⸗ ris externa. Die 11. Figur.

AAs Maͤußlein der Stirn(muſculus frontis)oder vielmehr Ohres in ſeiner Laͤgerſtelle.

der Augenbrauen(muſculi ſupercilii) in ſeiner Laͤger⸗ ſtaͤtte. aa Es fanget umb das erhabene Theil der Stirn/ da das Ende der Haupthaare iſt/ oder ſo weit das Haupt mit Haaren bedeckt iſt. d b Es endet ſich/ und wird in die Augen⸗ brauen(ſupercilium) eingepflantzt. BC Die Maͤußlein der Augenlieder(muſculi palpebrarum) welche die Augeſchlieſ⸗ ſende von demspigelio geneut werden/ auß welchenB das Oe⸗ berſte iſt. C das Unterſte: Jenes Anfang iſt das Ende 2deſſen Anſang z: die Sinpflantzung 4. D Das erſte Maͤußlein der

Maͤußlein des Unterkiefels(maxilla inferior)das auffziehen⸗ de(muſculus attollens)oder das Schlaffmaͤußlein(muſcu

(fibræ carneæ) wol moͤge geſehen werden. M Der halhkreiß⸗ runde Anfang dieſes Maͤußleins. N 1m Das ander Maͤußlein desUnterkiefels(maxilla inferior). Das niederdruͤckede(mu- ſculus deprimens) oder Zweybaͤuchichte(Biventer) auſſer⸗ halb ſeinerLaͤgerſtell/ deſſen Haarwachs(tendo)wird bezeich⸗

Unterkiefels(maxilla inferior)das Seitenmaͤnßlein(muſcu- lus lateralis(auſſerhalb ſeinerLaͤgerſtelle. Pp DerUnterkiefel (maxilla inf erior)von de Maͤußlein und de Ileiſch entbloͤſet. n Der foͤrdere Fortſatz(proceſſus anterior)des Unterkiefels/ an welchem das Ende des Maͤußleins ſo ihn auff hebt(muſculus attollens) angewachſen iſt. o Deſſelben hinterer Fortſatz/ ſo dz

lein erwaͤchſet/ welches in die andere Kruͤm̃e oder Hoͤle(ſinus)

ben/ oder eingelencket wird. Q Das Jochgebein/ os jugale. RKDas erſte Bein des Oberkiefels primũ os maxillæ ſuperioris. s Das erſte Maͤußlein des Ohres/ oder das auffziehende(muſcu.

Sie zeiget das erſte oder das außwendige Maͤußlein des innern

A D25 außwendige Maͤußlein des inneren Ohres/ ſo da be⸗ ſtehet auß einem haͤuticht? Weſen(ſubſtantia cutanea)

und ſehr duͤnnen Zaͤſerlein. fibræ tenuiſſimæ. BSein ſehr zar⸗ er Haarwachs(tendo ſubriliſſimus) in das außwendige Theil des Pergamentshaͤutlein(6membrana) ſo die Trumͤel heiſſet(tym panum)und faſt in deſſen Mit telpunct eingeſetzt/ au dem Ort/ da der Hamer(malleus) inwendig an das Haͤut⸗ lein gehefftet wird. CDer Ort der Einpflantzung/ da der Fort⸗ ſatz des beſagten Hammers gezeiget wird. D Das Haͤutlein/

Naſe /ſo die Naſenfluͤgel(alæ naſi) abzeucht in ſeiner Laͤger⸗ ſtelle. cd Sein Anfang von dem Beine des Kinnbackens e das Ende umb den Rafenflugel d ala naſi. F Das andere Paar der Maͤußlein/ ſo die Naſenflugel(naſi alæ) abzieht in ſeiner Laͤgerſtelle. ef Sein ſpitziger und fleiſchichter Anfang

umb die Hoͤhe der Naſe e ſein Ende in dem Fluͤgel †.

Das andere Maͤußlein der Backen(Buccarũ muſculus ſo ſie zuſam̃en ziehet/ und von andern der Pfeiffer(buccinator) ge⸗ nennet wird/ in ſeiner Laͤgerſtaͤtte. G Das erſte Paar derLeff⸗ zen/ oder das die effzen auffziehet in ſeiner gehoͤrigen Laͤger⸗ ſtelle. gh Der Anfang des beſagten Maͤußleins von dem erſten Beine des obern Kiefels g(maxilla ſuperior) Das Ende umb die Gegend beySeiten der Oberleffze h. H Das andere Paar der Leffzen Maͤußlein(muſculi labiorum) das abziehende in ſeiner gewoͤhnlichen Laͤgerſtelle. i k Der fleiſchichte An⸗ fang/ auß der Hole/ ſo unter den Backen iſt i das Ende da bey⸗ de Leffzen zuſammen ſtoſſen k. I Das dritte Paar ſo die Un⸗ terleffze abziehet oder niederdrüͤcket/ und entſpringet von der unterſten Gegend deßunterkiefels(maxilla inferior)und wird

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ſo die Trommel oder das Trommelfell(Tympanum) heiſſet/ ſo kuͤnſtlich abgebildet/ daß es ſcheinet/ als wann 89 c Haͤmmerlein(malleus) dadurch ſehen koͤnne. D Ein beinern Kreiß(circulus oſſeus)welcher noch an das felſichte Bein ge⸗ fuͤget. F Der Düttenformige Fortſatz der Schlaßggebeine. proceſſus mammillaris oſſis temporum. G HDas Schlaff⸗ gebein(os tempo rum) wie es auß den andern Gebein des Haupts gebrochen wordeu. Dannoch zeiget G eine oͤberſte Gegend/ und H die uUnterſte. Die III. Figur. Sie ſtellet vor das andere vder 6 innere Maͤußlein des inneren Ohres. A D außwendige Maͤußlein des innern Ohres/ in der an⸗ dern oder vorhergehenden Figur gezeiget/ und hie auch

vollkoͤmlich entworſſen. B Das innereMaͤußlein des inwendi⸗ gen Ohres zwiſchen dem felſichten(os petroſum) und dem Keilgebein(os cuneiforme) ſo ſich durch einẽ eygnen Gang in die Ohrmuſchel oder Ohrſchaale(conchus) erſtrecket.

C Der andere Fuß des Amboſes/ crus alterum incudis.

D Der Fortſatz des Haͤmmerleins. mallei proceſſus.

eingepflantzet in die mitten der Unterleffze/ in ſeinem ge⸗ woͤhnlichen Sitze. XKXK Das vierte Paar ſo die veßgen zuſammen ziehet/ in ſeiner Lagerſtelle begriffen 1. Das erſte

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E Der Kreiß umb die Schnecke. Circulus conchæ. F Der felſichte Fortſatz des Schlaffgebeines/ proceſſus petro ſus oſſis temporum, GH DasSchlaffgebein. os temporum.