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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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28 Damit alles/ was da von den Gewerbbeinen mag geſagt werden/ in einer Taſſel moͤge vor Augen ge⸗ ſtellet werden/ haben wir ſie auff allerley Art ab⸗ reiſſen laſſen/ und zwar des Nackens viere/ eine nut der Bruſt und der Lenden/ denn wer eine aus dieſen betzeſten kennet oder beſichtet/ mercket geringen oder gar keinen Unterſcheid unter ihnen. In dem Na⸗ cken aber hat es eine andere Beſchaffenheit/ weil da⸗ ſelbſt gleichſam vier unterſchiedliche Gattungen der Gewerbbeine vorkommen: Nemlich des Erſten/ des Andern/ des Dritten/ und des Siebenden: Denn das Vierdte/ Fuͤnffte und Sechſte kommen mit den Dritten uͤberein. Damit aber auch dißfas nichtes moge mangelhafft ſeyn/ haben wir ein jedes

ſie ober⸗ und hinterwerts: Die Dritte wie ſie unter⸗ und vorwarts ausſiehet. Deßhalben zeigen die Drey erſten Figuren das erſte Gewerbbein des Na⸗ ckens. Die drey andere/ das andere Gewerbbein deſſelben: Die dritten drey Figuren das Dritte: Die vierdten drey das Siebende eben deſſelben. Die fuͤnfften drey Figuren/ das erſte Gewerbbein der Bruſt: Die ſechſten drey das Erſte der kenden: Die Buchſtaben aber ſind faſt allen Figuren gemein/ ſo eine aber einen abſonderlichen Buchſtab hat/ wird die ahl/ bey den Buchſtaben geſetzet/ ſolches alſodald anmelde. A JEiget das dicke Theil der Gewerbbeine 3* corpus v ettebrarum) wie es vorne ausſie⸗ het. Hie mercke daß es in dem erſten Ge⸗ werbbeine des Nackens einem Hoͤckerlein (tuberculum) vielmehr/ als einem dicken Stuͤcke(corpus) aͤhnlich ſiehet. Uber diß/ daß die Gewerbbein des Genickes nicht ſo rund vorwerts als der Bruſt und der Len⸗ den Gewerbbeine ſind/ ſondern vielmehr in die Laͤnge viereckicht. Das dicke Stuͤcke der Gewerbbeine/(corpus vertebrarum) wie es hinten ausſiehet. Eine viereckichte Gruhe(ſinus quadratus) mit einem Kroſpel bedecket/ ſo ſich ſehen laͤſſet von hinten in dem dicken Stuͤcke des erſten Gewerbbeines/ welche den Zaͤhnformigen Fortſatz(proceſſus dentiformis) des an⸗ dern Gewerbbeines an und auffnimmt. Die auswendige Beſchaffenheit des dicken Stuͤckes der Gewerbbeine. Hier iſt zu mercken daß die Gewerbbeine des Nackens daſelbſt/ eingebogen oder eingedruͤcket ſind/ aber in dem Gewerbbeine der Bruſt und der Lenden wirfft ſich dieſes Theil auff oder

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ſtehet herfuͤr.

in dreyerley Geſtalt entworffen: Die Erſte bildel ſie ab/ wie ſie ober⸗ und vorwerts: Die Ander/ wie

Die Erklaͤrung der achten Taffel.

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Wie ſich die Gewerbbeine an dem dicken Thei⸗ le oberwerts auswerffen Wie die Gewerbbeine an dem dickeren Theile unterwerts beſchaffen ſery. Der Zaͤhnformige Fortſatz/(dentĩformis pro- cellus) des andern Gewerbbeines/ deſſen Vordergeſtalt hie zu ſehen. Die Hintergeſtalt(facies poſterior) eben deſ⸗ ſelben Fortſatzes.. Die uͤberzwerche oder Seitenfortſaͤtze der Ge⸗ werbbeine(proceſſus tranſverſi ſive latera- les) welche in den Gewerbbeinen des Na⸗ ckens durchbohret ſind mit dem Loͤchlein durch welches die Nacken Blut⸗und Pulß⸗ Adern/(wie man ſie heiſſet) veneæ& ar. teriæ cervicales nach dem Haupt auffſtei⸗ gen: In den Bruſt⸗und Lenden⸗Gewerh⸗ beinen aber d v ſind ſie dichte/ doch in den neun oberſten der Bruſt zugehorigen haben ſie eine Grube(ſinus) mit einem Knorpel uͤberzogen/ in welche die Rippen fhndeſeze werden/ und ſich feſte daran halten. Die ſchlim auffſteigende Fortſaͤtze/(proceſſus obliqui) in dem erſten Gewerbbeine des Nackens/ wie auch in denen den Lenden zu⸗ ſtehenden/ haben eine Grube/ in den uͤbri⸗ gen allen haben ſie ein Haͤuptlein/ welches etwas herausrathet. Die ſchlim abſteigende Fortſaͤtze/ ſind alle gruͤbig(ſinuoſi) aber in den Lenden Ge⸗ werbbeinen ſind ſie etwas ausſtehend/ daß ſe faſteinem Koͤpfflein(Capirulum) aͤhn⸗ ich ſehen. Die hinterſten Fortſatze der Gewerbbeine (weil ſie ſpitzig ſind) werden Graden oder Stacheln(Spinæ) genennet/ doch ſind ſie alleine in den Gewerbbeinen des Genickes (ausgenommen die Erſte und die Sieben⸗ de) zweyſpitzig oder geſpalten/(bifidi.) Der hintere Fortſatz des erſten Gewerbbeines/ welcher weil er nicht ſpitzig iſt/ wird er nicht mit Recht ein Stachel oder Grad(Spina) geheiſſen. Das Loch der Gewerbbeine(foramen pro- prium vertebrarum) dadurch das Ruͤck⸗ marck abſteiget/ und ihnen allein eigen iſt und zugehoͤret. Etliche kleine Locherlein/ welche vornemlich in den Lenden⸗Gewerbbeinen/ weil ſie meht

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lucker ſind, angetroffen werden.

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