Druckschrift 
Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
Seite
313
Einzelbild herunterladen

8 Wäͤrdigun ir

ane ben ſ 5 nechte ſchdde

Aich geſagt diih hoͤret habich tvundale es zroſea han

tes Mituttn ra twerden 10, im Wechter E Sand dndat

2* Nicht ſob 14 Aooßteb ndie Stint 4 fohlet: 2

* d. Wa iche

nn ſha aae

9

anem Mm r iteaterdin

ſo antans

aßſ

do rund

daz henltet Sthreu bane

16

4 1

Zwey vnd dreyſſigſte Hochtzeit Predigt. 3¹3 leuchten wie deß Himmels Glantz/ vnd die ſo viel zur Gerechtigkeit weiſen/ wie die Sternen jmmer vnd ewiglich.

O Her: Jeſu Chriſte/ vnſer lieber Herꝛ vnd Breutigam/ bringe vns jmmer naͤher zu dir/ erhalte vns in dir/ vnd zeuch vns nach dir/ daß wir bey dir ſein vnd bleiben in alle Ewigkeit/ Amen.

E5SSESSSe SRe SeSe Se eSeee es Erklaͤrung vber den Spruch zun Hebr. am z. v. 4. die Zwey vnd dreyſſigſte Hochtzeit Predigt.

Die Ehe ſoll ehrlich gehalten werden bey allen

vnd das Ehebett vnbefleckt/ Die Hurer aber vnd Ehe⸗ brecher wird Goͤtt richten.

S hat der allein weiſe Gott/ geliebte im Herꝛn Chriſko/ drey vorneh⸗ me Hauptſtaͤnde im Menſchlichen Geſchlecht geordnet/ als den Lehr⸗ Iſtandt/ oder das heilige Predigampt/ damit durch daſſelbe die Men⸗ 5 chen vom willen Gottes zu jhrer ewigen Seligkeit vnterꝛichtet wuͤr⸗

den: Den Standt der Weltlichen Obrigkeit/ auff daß durch denſelben from⸗ me Leute geſchuͤtzt/ boͤſe Buben geſtrafft/ vnd einem jeden in dieſer verkehrten argen Welt die juſtitia adminiſtriret wuͤrde; vnnd dann den Eheſtandt/ welcher gleich das Fundament vnd grund der andern iſt/ auff daß in der het⸗ ligen Ehe/ Kinder durch Gottes Segen geziehlet/ dem Herꝛn ſtiffter zum

preiß erzogen/ vnd alſo nicht allein das Menſchlich G ſchlecht ordentlicher

weiſe erhalten/ ſondern auch das Reich Gottes vermehret wuͤrde. Welches/ wie alle Ordnung ond Werck Gottes loͤbliche/ herꝛliche auch hochnothwendige Staͤnde ſeind/ wie ſolches Sonnenklar iſt. Aber wie

hochnoͤtig ſie ſeind/ alſo feind iſt auch der Teuffel denſelbigen/ daß er ſie gantz

vnd gar entweder auffzuheben/ oder zu deformiren ſich bemuͤhet als das Lehr⸗ ampt durch ruchloſe Leute/ die Gott vnd ſein Wort nicht achten durch En⸗ thuſiaſten vnnd andere Rotten vnnd Secten: Den Stand der Obrigkeit/ durch Widertaͤuffer/ Auffruͤhrer/ Tyranniſche Regiment: Den Eheſtandt aber durch grewliche Ketzer den Bapſt zu Rom/ ſo viel den gantzen Stand der Geyſtlichen/ Prieſter/ Muͤnche/ Nonnen anlangt/ durch Hurer/ Ehe⸗ brecher/ Tuͤrcken vnd dergleichen.

b Rr Derowe⸗