Druckschrift 
Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
Seite
39
Einzelbild herunterladen

weiler noch ch endtlich a 1iſt/ſo fteſſen

2h ſolche betra 3ht/ 7. Cap. N wir dannn =. 3n Ende madh ſie kein Dan ht: Selig ſein on jhrer arbeit zur Seligkei 2d hoffnungde vie vnſer Hen =z eben/ weran Set bnd glaubt 2 zu gnaͤdlglich

ESS it Pre⸗ 2 vnndzeu⸗

ailaß gezeu⸗ ey hundert

eih hunder Vnd

Fuͤnffte Hochtzeit Predigt. 39 24. Vnnd dieweil er ein Goͤttlich leben fuͤhret/ nam jhn Gott hinweg/ vnd ward nit mehr geſehen.

N dieſen Worten/ geliebte im Heren/ wird vom heiligen Geyſt hoch 1 geruͤhmet der fiebende nach Adam/ nicht durch deß Bruder Moͤr⸗ Aders Tains/ ſonder durch Seths Linien/ mit namen Henoch vo we⸗ gen ſeines Gottſeligen Lebens vnd wandels/ ſo er im glauben gefuͤh⸗ ret/ durch welchen glauben er Gott wolgefallen/ alſo daß er ſonſten in der Schrifft das zeugnus hat/ daß jhm keiner gleich geweſen/ Syrach 44. Weil dann dieſer Henoch nicht allein ein Prophet Gottes vnd Leh⸗ rer/ ſondern auch ſonſten ein frommer vnd Gottſeliger Mann vnd Hauß⸗ Vatter geweſen/ vnd im heiligen Eheſtand gelebt hat/ darinn er Kinder ge⸗ ziehlet/ ſo wird vns an jhm auch der heilige Eheſtandt hoch geruͤhmet. Demnach wollen wir dem heiligen Eheſtandt zun Ehren dißmals dieſelbige Legenda beſehen/ vnd vermercken/ was vns darinn zu vnſerm be⸗ richt fuͤrgehalten werde/ darzu Gott vom Himmel der Vatter des Liechts vns ſeines heiligen Geyſtes gnade miltiglich verleyhen woͤlle/ Amen.

Erklaͤrung deß Texts.

2 Enoch/ ſpricht der Prophet Moyſes/ war fuͤnff vnd ſechtzig . Jahr alt/ vnd zeuget Methauſalah/ vnnd nach dem er Me⸗ thuſalah gezeuget hatte/ blieb er in einem Goͤttlichen Leben dreyhundert Jahr/ vnnd zeuget Soͤhne vnnd Toͤchter. Der heilige Geyſt meinet erſtlich/ daß dieſer Patriarch Henoch ſich in heiligen Ehe⸗

ſtandt begeben/ vnnd darinn einen Sohn gezeuget mit Namen Methuſa⸗

lah/ welcher hernach in 969. Jahrerreicht. Darnach meldet er/ als He⸗ noch den Methuſalah gezeuget/ ſey er in einem Goͤttlichen Leben ge⸗ blieben 300. Jahr: ambulavit um Deo, coram Deo. Das

iſt ein Hebraiſche art zu reden/ vnnd heiſt ſo viel/ er habe in ſeinem gan⸗

tzen Leben vnnd Wandel auff Gott geſehen/ Gott fuͤr Augen gehabt/ ge⸗ fuͤrchtet vnnd geehret/ vnnd habe alſo mit reinem Gewiſſen gleich alſo fuͤr Gottes Augẽ ein Heiliges/ Vnſtraͤfflichs weſen gefuͤhret. Es iſt een ein ſol⸗ che rede/ als wie ſonſten die Schrifft ſagt. Poſt Hominum Deum veſtrum ambulabitis, Deut. 13. Ihr ſollet dẽ Herꝛn ewerm Gott folgen. Die Epiſtel an die Hebr. Mhret vnterandern Heiligẽ /ſo nf Abel fuͤr der Suͤnd flut ge⸗

iiij lebl

. X õõééé