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Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
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Vom Creutz der Ehemaͤnner

34 hochnoͤtige/ ehrliche/ redliche/ herꝛliche nuͤtzliche Handtierũg/ dahero vns

vnſere nahrung Nothwendigkeit/ entſtet durch Gottes ſegen. Inmaſſen dañ die vornehmen H. Patriarchen Abrahã/ Iſaac/ Jacob/ vñſeine Soͤhne

vnd jre Nachkommen darmit vmbgangen/ von Gott dardurch geſegnet

worden/ wie vom Abraham ſeinem Heren Eliaſar ſein Diener ſagt: Der Herrꝛ hat meinen Herꝛn reichlich geſegnet/ vnd iſt groß worden/ vnd hat jm Schaffe/ Ochſen/ Silber vnd Gold/ Knecht vnd Maͤgde/ Camel vnd Eſel gegeben/ Gen. 4. von Iſaac leſen wir/ Gen. 26. Iſaac ſaͤete in dẽ Land/ krigt deſſelben Jahrs hüdertfaͤltig. Dañ der Herꝛ ſegnet jn. Jacob war

auch vber die maſſen reich/ dz er viel Schaff/ Khecht Maͤgdt/ Camel

Eſel hatte/ Gen. 30. Davon er zu ſeinem Bruder Eſau ſagt/ ſolchs hat mir Gott beſchert/ ich hab alles gnug/ Gen.3. vom H. Job beſihe dz 42. Cap.

Nicht allein aber ſeind die H. Vaͤtter mit dem Ackerbaw Viehzucht fleiſſig vmbgangen/ haben darin jre Narung geſucht/ ſondern es iſt auch bey andern Voͤlckern fuͤr ein ehrliche /noͤtige nuͤtzliche Narung gehalten/ vnd ſeind Ackerleut vnd was zum Ackerbaw gehoͤrig durch beſondere geſetze befreyet geſichert geweſen. Vornemblich haben jhn die Roͤmer fuͤr einen

ehrlichen herrlichen Standt gehalten/ vnd darauß mit groſſer muͤhſam⸗

keit vnd fleiß jhre Narung geſucht/ alſo das Cicero ſchreiben darff lib. 1. of⸗ fic. Omniũ rerum ex quib. aliquid exquiritur, nihil eſt agricultura me- lius, nihil uberius, nihil dulcius, nihil homine dignius. Es hat der Rath vnd Volck zu Rom von Ackerbaw gefordert/ ꝛc. Cincinnatu, Attilium, vnd andere zur Dictatur, welchs die hoͤchſte Wuͤrde war/ in Rath zu andern vornemẽ Aemptern in Krigsverꝛichtung/ alldiewel dieſelbẽ haͤrter arbeit vnverdruͤßlichkeit gewohnet/ vnd von Gemuͤth Siñrich/ an Leibs glied⸗ maſſen ſtarck weren. Ja viel vornehme familiæ haben jhre Namen von de⸗ nen dingen/ ſo zum Ackerbaw Viehzucht gehoͤrig/ getragen/ als Pllones a Piſis, Lentuli à lentib. Cicero à Cicerib, Tabii à fabis, Lactucinii à la- ctucis, Hortẽéſii ab hortis, Porciià porcorum, Bubulci à boum, Ovinii ab ovium, Captilii à captarum, Taurià Taurorum, Equitii ab equorum cura ſingulari, Attilius Seranus à ſerendo von ſaͤen/ Pilumnus ab inven- to pilo in Piſtrinis, weil folche fuͤrtreffliche Edle Roͤmer ein jeder in pflan⸗ zung/ wartung verſorgung obgedachte dinge ſeine Siürichkeit vnd fleiß angewendet bewieſen/ wie Plinius an vnderſchiedlichen oͤrtern bezeugt.

Er gedenckt inſonderheit lib. 18. c. 6. deß C. Furii Cre ſinii, daß nach dem er widerumb auß der Dinſtarbeit erledigt/ auff wenigem Ackerland viel vnd mehr fruͤchte gezogen/ als ſeine Nachbawr auff vielem groſſem Läde/ da⸗

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