Druckschrift 
Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
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Natur/ vnnd

ſſeligen Wei⸗

den wie S. fetein Ewige ehen auff das barift das iſt miteinander Suͤtigkeit im keit! Hab. 4 cht mit ſo vie⸗

ler auch dem ſchwache

Dritte Hochtzeit Predigt.

ſchwachen Gefaͤß Ehr angethan haben /z. Petr. z. Vnd ſoll der Mann mir Vernüfft bey ſeinem Weibe wohnen Derowegen die rechte Knollen ſeind/

welche jhren Weibern/ ſo ohne das mit ſchwerer Laſt belege/ mit Vnver⸗

nunfft vnd Starꝛigkeit beywohnen/ ſeind Loͤwen in jhren Haͤuſern/ Syr.. Vnd legen den Bekuͤmmerten noch mehr Bekuͤmernis an/ die wird Gott ſtraffen. Die Weibsbilder aber ſollen allhier auff Gottes Rath ſehẽ/ der ſie darzu beruffen/ daß ſie Kinder tragen vnd Ziehlen ſollen/ auch mit ſchmer⸗ tzen vnd fuͤndigen die Weibsbilder/ ſo ſich durch jhr eygnes geluͤbdt von die⸗ ſer Ordnung Gottes außziehen/ ſchewen die Muͤhſeligkeit/ wollen Gottes Vaͤtterliche Zuͤchtigung nicht annehmen ſondern Baßarten ſein/ vnd nit Gottes Kinder/ Hebr. 12. Sie moͤgen zuſehen/ in dem ſie die Zeitliche Muͤh⸗ ſeligkeit fliehen/ daß ſie nicht in die ewige ſtraffe Gottes fallen. Ein anders aber iſts/ wann ſie Gott mit der Gab im Leib vnd Geyſt Keuſch zu ſeyn be⸗

gabt/ vnd alſo ſelbſt außgezogen hat.

b IV. Dieander Straff iſt/ daß Gott ſagt zum Weibe: Dein will ſoll deinem Mann vnderworffen ſein/ vnnd er ſoll dein Herꝛ ſein. Welche Lehr S. Paulus vnd Petrus auch widerholen/ Ihr Weiber ſeyet Vnderthaͤnig ewern Maͤnnern als dem Herꝛn:ꝛc. Epheſ. 5. Col. 3.1. Tim. 2.1. Petr. 3. Den Weibern gebuͤhret nicht/ daß ſie Offentlich in der Gemei⸗ ne lehren/ die Offentliche Aempter ſeind jhnen abgeſchnitten vnd den Maͤn⸗ nern befohlen. Sie aber ſollen jhrer Haußhaltung warten. Darumb die Heyden haben die Venerem Gemahlet auff einem Schnecken/ daß wie die⸗ ſelbe in jrem Haͤußlein bleibt/ alſo ſolle die Weiber auch ſein ainseo Hauß⸗ haltig. Derowegen ſollen ſie nicht nach dem Schwerdt trachten/ wie bißwei⸗ len der boͤſen Weiber funden werden/ die das Joch des Gehorſams von ſich abwerffen/ vnd ſeind jhren Maͤnnern Widerſpenſtig/ bellen jhnen wider/ da iſt dañ vonnoͤten fuͤnff Fingerkraut vnd Eichen Meſpel. Es ſeind der Muͤt⸗ ter vnnd alten Vaͤtteln/ die den jungen Weibern rahten: Ey ſie muͤſſen ſich nicht ſo bald vntergeben/ wann ſie anfangs ſich den Maͤñern vntergeben/ ſo

woͤllen ſie es allzeit haben/ vnd richten alſo Vneinigkeit zwiſchen Eheleuten

an. Wann auch ein Mann etwa ein hart Wort mit ſeinem Weibe redt/ ſo kommen die zarten Muͤtterlein vnd vbergeben den Mann/ nemen jre Toch⸗ ter widerumb zu Hauß. Die handeln wider Gottes Ordnung. Weibern ge⸗ buͤhret Vnderthaͤnig zu ſein/ darumb ſie dann den Schleyer macht auff

dem Kopff tragen/ zur anzeige/ daß ſie vnter deß Mañs gewald ſeind/1. Cor. D ij 11. Das