Druckschrift 
Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
Seite
22
Einzelbild herunterladen

chen Todtes ſterben/ ſie dannoch zum leben hindurch drungen/ Joh. 5. Vnd

Von Creutz der Eheweiber

were vor dem Fal nicht alſo geweſen/ da hette das Weib ohne alle ſchmer⸗

tzen vnd beſchwerlichteit Kinder getragen vnd geboren.

Die andere ſtraff iſt: Vnd dein will ſoll deinem Mann vnder⸗ worffen ſein/ er ſoll dein Herꝛ ſein. Domine deſiderium tuũ ad virum,&c. Es were wol vor dẽ Fall auch ein Ordnung/ Prioritet vnd Pre⸗

eminentz zwiſchen dem Mann vnd Weib geweſen/ alldieweil S. Paulus auß der Ordnung der Schoͤpffung ſetzt: der Mann iſt deß Weibs Haupt vnd das Weib iſt von dem Mann/ vnd nicht der Mann vom Weib/1. Co⸗

rinth. 11. Aber hierbey were kein Zwãg/ kein Widerſpenſtigkeit geweſen/ ſon⸗ dern eitel Luſt vnd Frewde/ vnd were dannoch das Weib in einer Digniter vnd Wuͤrde mit dem Mann geweſen. Aber jetzo heiſts nun: Dein will ſoll

deinem Mann vnderworffen ſein/ vnnd er ſoll dein HErꝛ ſein. Da der Mann alle Hauptaͤmpter im Hauſſe auſſer dem Hauſſe/ in der Kir⸗ chen Weltlichen Regiment verꝛichten muß/ die dem Weibe zu verꝛichtẽ nicht gebuͤhren/ ſondern ſie muß jhrer Haußhaltung abwarten. Es werden dieſe Wort: Et deſiderium tuum ad maritũ tuumz von etlichen Gelehrten alſo gedeutet/ daß ob wol dem Weib durch die eheliche Beywohnung beym Mann/ viele ſchmertzen im Kinderziehlen vnd tragen Vervrſacht werden/ dannoch das Weib am Mañ mit groſſer Luſt vnd begierde haͤngt/ alſo/ daß ſchier dieſelbe liebe Vnnatuͤrlich ſcheinet/ der Vrſachen/ David ſagt/ 2. Sam. 1. Da er ſeine groſſe liebe gegen ſeinem hertzliebſten Freundt Jona⸗ than/ der im Krieg vmbkom̃en war/ bezeugen will: Es iſt mir leid vmb dich mein Bruder Jonathan/ ich habe groſſe Frewde vnd wonne an dir gehabt/ deine liebe iſt mir ſonderlich geweſen/ dann Frawen liebe iſt/ aber die erſte erklaͤrung iſt einfaͤltiger. Alſo ſeind nun auffs Weiblich geſchlecht zweyerley Straff gelegt: 1. Viel ſchmertzen in der empfaͤngnis der Kinder/ vnnd in der Geburt: 2. Vnderwerffung.

Moͤchte aber jemandts allhie gedencken: wo bleibt dann Gottes Wort/ du ſolt deß Todtes ſterben?darvon hoͤret ich bey anmeldung dieſer Straffe nichtsꝛdiß iſt allhie ohne zweiffel der Vrſachen halben geſchehen/ weil Gott der Herꝛ hatte verordnet vnd verheiſſen deß Weibs Samen/ welcher die

Macht nehmen ſoldem/ der deß Todtes Gewalt hatte/ Heb.. Ja der vom

Todt vnd Hellen erloͤſen ſoll/ Oſ. 3. Dahero ſolte geſchehen/ daß ob wol die jenige/ ſo an dieſem verheiſſenen Weibsſamen glaubten/ muſten deß Zeitli⸗

jihre

1

ſeterS maſene Heucht mer mit Inger diewa Hern rechtee verlau geben. ſohndi ttew fau aeruche Schudd

Aaesif

nzub nenrül b dSch ſelet. uSt

wolde

hater. vorten Da nein ta Nir da bekenne Ach wi

Riſen