Amacht ond
Ziehlungwñ
Werck/ da Naſtin ſchicht wi ruͤhmet diß tebeitet/ ales den gemacht itwie Mich N Fleiſch an⸗ Leben vnnd inen Athem. dir daruͤher/ vine Wercke icht berholen! en in der Er⸗ gen Eheſtan⸗
888888 chtzeit
Iſchmer⸗ erſt/ Du und dein nder ſoll
Groß
Dritte Hochtzeit Predigt. 2¹
lich geſchlecht komen/ im gantzen leben/ vñ auch ſonderlich im Ehe⸗ ſtand/ der jnen ſonſten ein luſtiger Stand durchauß geweſen were. Dann da hat Gott der Schoͤpffer vñ gerechte Richter den Meſchen den er
s Jam̃er vñ Elend iſt von wegen der ſuͤnde vber das Menſch⸗
nach ſeinem Ebenbild gemacht zu einer edlen Creaturen/ zur rede geſetzt/ 1. d?
Mann/ darnach das Weib/ da der Mann die Schuld auff das Weib/ das Weib auff die verfuͤhriſche Schlang/ ja ſchier auff Gott ſelbſt d ein ſolch li⸗
ſtig Thier geſchaffen/ legen woͤllen. Ob nũ wol Gott der Herꝛinen zu maͤch⸗
tigen Troſt die Verheiſſung vom Samen deß Weibs gegeben welche der Schlangen den Kopff zertretten ſoll/ dardurch ſie von ewigen Fluch ſollen errettet werden/ ſo denunciert vñ Berkuͤndigt er doch in vorgeleſenen Wortẽ dem Weiblichen geſchlecht ſein Straff vñ Laſt. Von dieſem Sententz/ den Gott der Richter vber das Weib ergehen laſſen/ woͤllen wir dißmal bericht anhoͤren/ den Sententz aber vber den Mann auff eine andere Zeit ſparen. Gott gebe die gnade ſeines H. Geyſts/ daß wir hievon etwas nuͤtzlichs vnd heilſams lehren vnd lernen moͤgen/ vmb Chrifli willen/ Amen. Erklaͤrung deß Texts. b S hatte zwar das Weib ſein behelff vnnd beſchoͤnung fuͤr GOTt gebraucht/ vnnd die Schuldt verwenden wollen auff die Schlan/ Dia ſchier auff Gott ſelbſt: die Schlang hat mich betrogen/ wie dann
Adam die Schuldt auffs Weib legen wollen. Aber dieſe Entſchul⸗
digung gilt allhie fuͤr Gott dem gerechten Richter nichts Vrſach/ ſie hat⸗ ten Gottes Gebott/ darauff ſolten ſie geſehen haben. Demnach ſpricht Gott der Herꝛ zum Weibe: Ich will dir viel Schmertzen ſchaffen/ wann du ſchwanger wirſt: du ſolt mit Schmertzen Kinder gebaͤh⸗
ren. Erſtlich legt Gott dem Weib auff viel Schmertzen in conceptu&m
partu, in der Entpfaͤngnis vnd in der Geburt. Was nun diß fuͤr Schmer⸗
tzen ſeindt/ das wiſſen vnnd erfahren die Weiber am beſten daß ſo bald ſie Schwanger werden/ ſo iſt da viel Schmertzen/ Ach vnd Wehe/ da iſt wi⸗ derwill zum eſſen/ vnnd bißweiln Vnnatuͤrliche Luſt vnnd Begierde diß vnnd deß/ Ohnmacht/ Schwermuth/ Mattigkeit/ ꝛc. Das weret biß ſo⸗ lang die Mutter das Kind zur Welt gebaͤhren ſoll/ wie es da gehe/ das
gibt die Erfahrung/ daß bißweilen Mutter vnd Kindt in Gefahr jhres le⸗
bens ſeindt/ ja auch die Mutter jhr leben darſtrecken muß/ wie die from⸗
me Rahel/ Geneſ. 35. Hernach die Aufferziehung hat auch jhre muͤhe, Diß 1) were


