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Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
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8 Von der Erſten Eheſtifftung Paulus auch: Gott gibt vns allerley reichlich zugenieſſen/ 1. Timoth. 6 gibt

Speiß vnd Tranck/ gibt zur Luſt vnd zur Artzney wider Kranckheiten/ Aber

daß die Krafft vnd Heilſamkeit in Kraͤuter vnnd Fruͤchten der Erden ſein ſolte/ wie ſie fuͤr dem Fall geweſen/ das iſt nicht/ die Erde iſt verflucht/ Gen. 3. 6. will vieler Vnheylſamer/ Gifftiger/ Schaͤdlicher Gewaͤchs geſchwei⸗ gen. Dahin iſts mit den Menſchen durch den leydigen Fall gerathen. Da iſt nun wie zuvor geſagt/ die H. Dreyfaltigkeit anderwerts zu Rath

gangen vber der Widerbringung deß armen elenden Menſchen in ein ſeli⸗ gen Stand/ vnd iſt beſchloſſen/ daß wie Gott durch ſein ewiges wort alles geſchaffen/ alſo ſolte durch daſſelb alles wider zu recht bracht werden im Him̃el vnd auff Erden. Daſſelbe iſt nun Menſch worden/ vnd hat vns mit Leiden Todt/ mit Gott dem Himliſchẽ Vatter verſoͤhnet in ſeinem Leib/ daß derſelbe gnaͤdige Gott ſich widerumb zu vns wendet mit ſeinen Gna⸗ den vnd Segen. Der richter durch ſein H. Evangelium in Krafft deß H. Geyſtes das verlohrne Ebenbilt Gottes wider auff daß wir erſtlich durch den Glauben Chriflum vnd in Chriſto die wahre Gerechtigkeit ergreiffen/ vnd darnach auch anfahen Gottſeliglich/ gerecht nuͤchtern zu Leben/ wel⸗ ches iſt dz newe Leben der Chrißken/ aber in dieſer Welt noch Vnvollkom̃en.

In demſelbigen als vnſerm Haupt/ iſt vns die Herꝛſchafft vber alle Thier/ ja vber alles widerbracht daß er zwar auch als Menſch im Thron der Goͤttlichen Mayeſtat/ darinn er geſetzt/ der Goͤttlichen Krafft theilhaff⸗ tig gewaltiglich Herꝛſchet vber alles/ wie im 8. Pſalm ſtehet: Du wirſt jhn zum Herꝛen machen/ vber deiner Haͤnde Werck, alles haſtu vnter ſeine Fuͤſſe gethan/ Schaff vnnd Ochſen allzumal/ darzu auch die Wil⸗ den Thier: die Voͤgel vnterdem Himmel/ vnnd die Fiſchim Meer/ vnnd was im Meer gehet. In dem vns als ſeinen Gliedern auch wirdalles vnter vnſere Fuͤſſe gelegt werden/ das Paulus ſpricht/ alles iſt ewer/ ihr aber ſeydt Chriſti /1. Corinth. z. Welches aber am Juͤngſten Tag/ welches iſt der Tag der Widerbringung/ Herꝛlich wird an vns erſcheinen/ da wir in Chriſto mit Chriſto Herꝛſchen werden/ a. Tim. 2. In Speiß vnd Tranck muß den

Frommen nach dem Rhat Gottes alleß geſegnet ſein vnnd wolbekommen/

welches aber auch nach dieſem Leben ſein endtſchafft haben wird/ daß Gott den Bauch die Speiſe/ das iſt/ den natuͤrlichen brauch deß Bauchs ab⸗ ſchaffen wird/ 1. Corinth. 6. Vnd werden wir in Gott vnſere Settigkeit ha⸗ ben/ der ſein wird alles in allem/ 1. Cor. 15. Dahin wir vns nun ſaͤhnen. II. Zum andern habẽ wir allhier die erſte ſtifftung deß d. Shſtansahnelhe oyſes

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