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8. Eintrittsr. Vom Westen über Kassel u. Kreiensen n. d. Nordharz. 53
In der gotischen einstigen Martinikirche befindet sich das Roemer-Museum, so genannt nach dem Gründer, Senator Roemer, dessen Standbild vor dem Eingang steht. Im Museum befindet sich der Abguß des römischen Tafelgeschirres, des„Hildesheimer Silberfundes“(75 Stück), welcher 1868 gefunden wurde. Eintritt Sonntags von 11— 1 Uhr frei, im Sommer auch Mittwochs von 3— 6 Uhr, sonst durch den Kastellan, der hinter dem Museum wohnt. Nebenan das Pelizäusmuseum(seltene ägyptologische Sammlungen).
Der Dom(kath.), gegründet 815 von Ludwig dem Frommen, ein romanischer Bau, stammt aus der Mitte des 11. Jahrhunderts, die Seitenschiffe, gotisch, sind Ende des 14. Jahrhunderts an- gebaut. Im Innern ist die Kirche im 18. Jahrhundert im Barock- stil ausgebaut. Eine Tür des nördlichen Seitenschiffes ist ge- wöhnlich offen.
Das Innere. Das eherne Tor, Bischof Bernward 1022 anfertigen
welches Vorhalle und Schiff trennt, ließ.— In der Krypta das Grab wurde im Jahre 1015 gegossen. des hl. Godehard.
Beachtenswert sind: ein steinerner Der Kreuzgang aus dem 12. Jahr- Lettner in Renaissancearbeit(1545), hundert, am südlichen Querschiff, der Radleuchter des Bischofs Hezito ist hervorragend schön.— Der (1050), ein Taufbecken vom 13. Jahr- Domschatz wird einzeln gezeigt.
hundert. Die Christussäule, die(1 Mk.)
Der 1000 hrige Rosenstoch am Dom ist besonderer Be- achtung wert.
Die Godehardikirche(kath.) ist eine rein romanische Basilika aus dem 12. Jahrhundert. Malereien von Prof. Wetter, Cöln.
Reich ist die Stadt an Denkmälern. Beachtenswert ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal von Lessing, das Bernward-Denkmal von Hartzer, das Hildesia-Denkmal und das Huckauf-Denkmal und die Eckartsgruppe, beide von Röder, das Jul.-Wolff-Denkmal von Juckoff.
Es folgen Station Düngen, Derneburg mit altem Zister- zienserkloster, jetzt Schloß des Grafen Münster, Baddeken- stedt, Ringelheim, Othfresen und
Grauhof, ehem. Kloster, jetzt Domäne. In der Nähe das Etablissement des berühmten Harzer Sauerbrunnen Grauhof.
Goslar siehe Route 21.
Vienenburg, Knotenpunkt von vier Bahnen. Weiterfahrt nach Heudeber, Halberstadt(Wernigerode, Blankenburg, Thale). — Umsteigen nach Harzburg und Goslar.
8. Eintrittsroute: Vom Westen über Cassel und
Kreiensen nach dem Nordharz. Eisenbahn über Kreiensen nach Harzburg sechsmal täglich in 4 St.— nach Wernigerode in 5 St.— nach Blankenburg in 5 ¼ St.— nach Thale in 5 ½ St.


