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Der Harz : mit großer Übersichtskarte, 21 Routenkarten und Plänen und 4 Panoramen.
Entstehung
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52 7. Eintrittsr.: Vom Nordwesten über Löhne u. Hildesheim n. d. Harz.

Uber eine Reihe kleinerer Stationen nach

Nordstemmen, Knotenpunkt der Bahn Hannover-— Kassel, l. die der Königin von Hannover gehörende Marienburg.

Weiter über Station Emmerte nach

Hildesheim, alte Bischofsstadt mit 55 000 Einwohnern (½ Katholiken) 89 m üb. M., der Ort ist insbesondere von archi- tektonischem Interesse. Prächtige Giebelfassaden der mittel- alterlichen Holzbaukunst; besonders schön das Knochenhauer- Amtshaus, das„schönste Fachwerkhaus der Welt“. In den Bauformen bemerkt man den zähen Widerstand, den die Gotik der deutschen Renaissance entgegensetzte; erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts wird sie vollständig verdrängt. In dem reichen Schmuck der Fassaden, von Holzschnitzern und Malern hergestellt, erfreut der frische Humor und der bilderfreudige Sinn, der von einer tüchtigen, lebonsfrohen Bürgerschaft Zeugnis ablegt. Prächtige moderne Villenviertel umgeben die Stadt.

Gasthöfe. Hotel d' Angleterre, Z. 2,50— 10 Mk., Fr. 1 Mk., M. 1,50— 2 Mk. Elegantes Haus.— Kaiserhof(am Bahnhof), Z. 2— 5 Mk., Fr. 1 Mk., M. 1,50 bis 2 Mk.— Hotopps Hotel(am Bahnhof), Z. von 2 Mk. an, Fr. 1 Mk., M. 1,50— 2 Mk.— Wiener Hoy, architektonisch interessantes Gebäude aus dem Jahre 1609, Z. von 2 Mk. an, Fr. 1 Mk., M. 1,50— 2 Mk.— Poangelisches Hospiz.— Hotel Europäischer Hof, am Bahnhof, Z. von 2 Mk. an, Fr. 1 Mk., M. 1,50 Mk.— Hotel Germania, Goslarer Str., Z. von 2 Mk., an, Fr. 1 Mk., M. 1,50 Mk.— Hotel Rheinischer Hof, Kaiserstr., Z. von 1,50 Mk. an, Fr. 1 Mk., M. 1,50 Mk.— Hotel zum Schwan, Schuhstr., Z. von 1,50 Mk. an, Pr. 75 Pf., M. 1,25— 1,50 Mk.— Hotel zur Krone, Preise wie im Schwan.— Einfacher: Gasthoy Stadt Bremen, unweit des Bahnhofs.

Elektrische Straßenbahn(drei Linien) vom Hauptbahnhof durch die Stadt und nach Hannover.

Auskunftsstelle des Vereins zur Hebung des Fremdenverkehrs, Bureau, „Knochenhauer-Amtshaus“, am Markt.

Vom Hauptbahnhof südl. zum Altstädter Markt, einem von altertümlichen Bauten eingefaßten Platze. Hier liegt das Rat- haus, ein spätgotischer Bau aus dem 14. Jahrhundert. Im renovierten 1. Stock(Aufgang r.) Deckenmalereien von Mittag und Fresken von Prell.— Vom Rathaus r. liegt das gotische „Tempelhaus“ und neben demselben das Wedebindsche Haus (die jetzige Sparkasse) von 1598. Dem Rathaus gegenüber das einstige Knochenhauer-Amtshaus von 1529. Der Rolandbrunnen auf dem Platze wurde 1540 errichtet.— Sw. vom Markt steht die Andreasbirche(evang.) mit Chor von 1389 und Kanzel von 1642.— Von hier zur Magdalenenkirche(kath.) aus dem 13. Jahr- hundert, darin das mit 230 Edelsteinen geschmückte Bernward- kreuz und der silberne Sarg des Heiligen, zur Michaeliskirche (evang.), einer romanischen Basilika aus dem 11. und 12. Jahr- hundert.