1. Eintrittsroute: Berlin— Potsdam— Magdeburg— Halberstadt. 41
Von der Liebfrauenkirche liegt nordwestlich der Petershot, ein Renaissancebau aus dem XVI. Jahrhundert, jetzt Amts- gericht. Hier stand früher das bischöfliche Schloß.
Das einst von Gleim bewohnte Haus Domplatz Nr. 31(Be- sichtigung von 10— 6 Uhr unentgeltlich) enthält den sog. „Freundschaftstempel“, eine Sammlung von 138 Porträts der meisten Dichter des 18. Jahrhunderts, eine Sammlung von Briefen derselben sowie Gleims Bibliothek.
Das städtische Museum in der ehemaligen v. Spiegelschen Kurie am Dom, geöffnet Sonntags von 9— 1 Uhr unentgeltlich, wochentags 9— 1 und 2—6 Uhr(i. W. 10— 1 und 2—3 Uhr), 30 Pf. Eintritt, enthält u. a. prähistorische und ortsgeschicht- liche Sammlungen, den berühmten Plesiosaurus(Liasfund bei
Halberstadt). Damit verbunden das Museum Heinemann, eine der größten ornithologischen Sammlungen Deutsch- lands.
Das Architekturmuseum befindet sich im Liebfrauenstift. Stadttheater nach dem Entwurf von Sehring, 1905 erbaut.
Umgegend. Die Promenade um die Stadt, besonders die Plantage mit dem Seminar und Kehr-Denkmal und der Poetengang mit Schwanenteich und Gleims Garten. Schattiger Spazier- gang— oder mittels elektrischer Bahn(10 Pf.) nach:
(4 km) Spiegelsberge. Parkanlagen aus der„Schäferzeit“ mit Aussichts- turm und Mausoleum des Freiherrn v. Spiegel. Jagdschloß(großes Wein- faß). Bismarckturm.
(4 km) Clusberge.(Halberstädter
Schweiz.) Uralte, in den Fels ge- hauene Troglodyten-Wohnungen. Tannenwaldung, darin Restaurant
„Felsenkeller“. (5 km) Die Thekenberge(vom End- punkt der elektrischen Bahn aus
35 Minuten), ausgedehnte städtische Forsten mit interessanten Fels- und
Klippenbildungen.„Gläserner Mönch“
(absonderliche Felsbildung), altheid- nische Opferstätte, Fundstelle zahl- reicher alter Gefäße und Grabfunde (siehe Museum), Restaurant und Kurhaus„Forsthaus“.
(7 km) Der Hoppelberg, 309 m, 1 St. hinter dem Forsthaus, mit umfassender, fesselnder Aussicht. (Von Goethe besucht.)
(S km) Der Huywald mit der Huys- burg, alte Klosterkirche, herrlicher Buchenwald, sagenhafte Danneils- höhle. Sargstedter Warte.(2 St. Fußweg.)
Die Eisenbahnfahrt führt weiter über Wegeleben(208 km), (Abzweigung nach Aschersleben) und Ditfurth nach (18 km) Quedlinburg, 123 m ü. M., preußische Stadt an
der Bode, 27 233 Einw. der deutschen Kaiser.
Im 10. u. 11. Jahrhundert Residenz Viele mittelalterliche Fachwerkbauten,
alte Befestigungen. Größte Blumenstadt Deutschlands. Garnison einer Schwadron des Kürassier-Rgts. Nr. 7 v. Seydlitz und von zwei Bataillonen und Stab des Inf.-Regts. Nr. 165. Gasthöfe. Quedlinburger Hof, beim Bahnhof, Z. 1,50— 4,50 Mk., Fr. 75 Pf., D. 1,75— 2,50 Mk., 1. Rgs.— Zum Bär, Am Markt, Z. 2—4 Mk., T. d'h. 2 Mk.— Goldener Ring.— Braunes Roß, Z. 1—1,50 Mk.— Buntes LZamm.— Weißer Engel, in der Nühe des Schlosses und Museums. Z. von


