Teil eines Werkes 
Erster Band (1809)
Seite
407
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38 B. 2rT. Von Schenkungen u. Teſtamenten. 407

1015. Hat der Teſtator nur über einen Theil des ſeiner Verfügung unterworfenen Vermögens, und zwar unter einem Univerſaltitel verordnet, ſo müſſen dieſer Legatar und die geſetzlichen Erben zu Berichtigung der Particularvermächtniſſe verhaͤltnißmäßig beytragen.

Sechſter Abſchnitt. Von Particularvermächtniſſen. 1014. Jedes unbedingte Vermaͤchtniß gibt dem Le⸗

gatar von dem Todestage des Teſtators an ein Recht auf die ihm vermachte Sache, das auf ſeine Erben, oder diejenigen, die in ſeine Rechte getreten ſind, übergeht.

Demohngeachtet kann ſich der Particularlegatar nicht in den Beſitz der ihm vermachten Sache ſetzen, und auch auf die Früchte oder Zinſen derſelben nur von dem Ta⸗ ge an Anſpruch machen, wo er das Geſuch um Ausliefe⸗ rung nach der im 1011. Art. feſtgeſetzten Ordnung ange⸗ bracht oder die freywillige Zuſage dieſer Auslieferung erhalten hat. ²0) 3

1015. Die Zinſen oder Früchte der vermachten Sa⸗ che gebühren dem Legatar von dem Todestage an, und ohne daß er ſeine Klage gerichtlich angebracht hat:

1.) wenn der Teſtator deßhalb in dem Teſtamente ſeinen Willen ausdrücklich erklärt hat;

2.) wenn jemanden eine Leibrente oder eine Pen⸗ ſion unter dem Namen von Alimenten vermacht wor⸗ den iſt.

1016. Die Koſten der Klage auf Auslieferung fal⸗

len dem Nachlaſſe zur Laſt, ohne daß jedoch dadurch der

Pflichttheil vermindert werden darf.

Die Einregiſtrirungsgebühren hat der Legatar zu zahlen. 3

Tage an ꝛc. L. Gleichwohl kann der Particularlegatar⸗ ſich nicht eher in den Beſitz der vermachten Sache ſetzen, noch die Fruͤchte und Intereſſen davon verlan⸗ gen, als vom Tage an ꝛc. 8. Allein der Particularle⸗ gatar kann erſt von dem Tage an, den Beſitz des ihm legirten Gegenſtande s ergreifen, und die Nutzun⸗ gen und Zinſen davon verlangen. E.