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stehen und den sie zu lieben scheinen, wird in Astrachan nicht von den Russen betrieben, wenigstens nicht für den Verkauf. Er ist ganz den Tataren überlassen. Sogar in die n. Taganrogsche Zeitung, deren Benennung ich jetzt nicht einmal anzugeben weiss, habe ich mich verleiten lassen, noch in meinem 71. Jahre einen Artikel einrücken zu lassen. Die Versuchung war freilich gross und betraf meinen damaligen Auftrag. Während ich in Taganrog war, ergoss ein Marine-Officier von Kertsch aus in die Zeitungen von Odessa einen wahren Strom von Kroko- dils-Thränen über das Seichterwerden des Asowschen Meeres durch den ausgeworfenen Ballast. Indem er die Quantität desselben angeben zu kön- nen glaubte, berechnete er, um wie viel der Boden in der Ausdehnung von einer Quadratwerst durch diesen Ballast erhoben werden müsse, hatte aber das Unglück, in seiner Berechnung anzunehmen, dass eine Quadrat- werst nur 500 Quadrat-Sashen enthalte, weil 500 Sashen der Länge nach an einander gefügt, ein Werst ausmachen. Ich konnte nicht umhin, in der Taganroger Zeitung seine Thränen zu stillen und ihm zu verstehen zu geben, dass er nur auf das 500-fache übertrieben habe, und wenn er das ganze Meer berücksichtigen wolle, um viele tausend Mal. Uebrigens hat diese Sache wohl noch eine ernstere Seite. Ich glaube gar nicht, dass ein Officier von der Marine so vollständig in Bezug auf die Flächenverhält- nisse sich irren kann, wie hier geschehen zu seyn scheint, auch nicht in Uebereilung. Sehr häufig kommt es aber vor, dass, wenn eine Behörde eine Absicht verfolgt, wie der damalige Chef von Kertsch durchaus das ausschliessliche Stapelrecht des Asowschen Meeres für seine Stadt gewinnen wollte, andere Personen sie mit ihren Aufsätzen unterstützten, selbst gegen die eigene Ueberzeugung. Vergleiche über die Reise an das Asowsche Meer: das Leben, S. 437— 439. 0. Die Zeitung von Tifflis,
deren Benennung ich ebenfalls nicht mehr anzugeben weiss, hat auch einen Aufsatz von mir aufgenommen und zwar im Jahre 1855, in welchem ich zuerst über die Veränderung des Laufes vom Armenischen Araxes mich ausgesprochen habe.
Blossen Zeitungs-Artikeln so viel Raum zu gönnen, wäre sehr ver- kehrt, wenn man nur ein Verzeichniss von wissenschaftlichen Leistungen im Auge hat, besonders wenn unter diesen schon eine ansehnliche Zahl von geringer Bedeutung sich findet, allein mit dem Leben hängen jene mehr zusammen, als die meisten von diesen. Deswegen glaubte ich, sie in einem Anhange zur Lebensbeschreibung nicht übergehen zu können. Nur als notirte Erlebnisse sind sie zu betrachten.— Ueberdies hat das Alter das Vorrecht, oder wenigstens den Ruf, geschwätzig zu seyn, und ich habe von diesem Vorrechte für die zweite Hälfte meines Lebens bisher so wenig Gebrauch gemacht!


