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Nachrichten über Leben und Schriften des Herrn Geheimraths Dr. Karl Ernst von Baer : veröffentlicht bei Gelegenheit seines fünfzigjährigen Doctor-Jubiläums am 29. August 1864 von der Ritterschaft Ehstland, mitgetheilt von ihm selbst / Karl Ernst von Baer
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Mag. Akademie anschaulich zu machen. Diese verstand sich ja von selbst. Aber das Mangelhafte, das man sich und Andern zu verdecken hatte, be- stand darin, dass die Akademie, bei allem Interesse für die Sache, über Geldmittel nicht zu verfügen hatte, vielleicht auch darin, dass ein entschie-

denes Sprachtalent, mit grosser Neigung zu daran geknüpften historischen

Nat Forschungen in Ungarn keine Gelegenheit gefunden hatte, sich auszubil- den, oder auch nur zu zeigen— und in fremden Läindern geweckt, fast ge-

waltsam hervorbrach. In Wien wäre ohne Zweifel zu solcher Entwickelung Gelegenheit gewesen, aber die Magyaren fingen ja damals an, sich in ihre 3 Gränzen zu verschliessen. Möge diese unternehmende und ausdauernde Veh.. Nation, die ich in Reguly lieb gewonnen habe, mir verzeihen, wenn ich 1 die Befürchtung nicht unterdrücken kann, dass sie vielleicht durch diesen Separatismus in Reguly einen Mann verloren hat, auf den die Nation mit Stolz sich hätte berufen können, und dass ich das Bekenntniss hinzu- füge, dass mir all dieser Separatismus wie antiquirte Anschauungen des Mittelalters, oder noch früherer Zeit vorkommt.— Die Eingeborenen Nord- amerika's sondern sich in Stämme, die einander hassen und zu vertilgen streben. Man hat das immer als einen Beweis von Barbarei angesehen, denn die Civilisation vereint und verbindet die Menschen und Völker.— Auch in den hiesigen neuesten Angriffen auf die Deutschen kann ich nur das Bestreben vermuthen, unangenehme Gefühle des Selbstbewusstseyns zu übertäuben und zu verdecken, wofür ich auch weiter unten, unter Nr. 15, noch einen Beleg zu geben haben werde. Welchen andern Zweck könnten sie auch haben? Thoren giebt es überall in Ueberfluss, aber dass die Zei- tungen sich zu ihren Sprachröhren hergeben, lässt befürchten, dass deren Redactionen noch nicht zur Einsicht gekommen sind, dass sie der Civilisation gu dienen haben, und dass sie, wenn sie das nicht thun, mehr schädlich wirken als nützlich.

11. Neuere Nachrichten über die Expedition des Herrn von Middendorff. St. Petersb. Ztg. 1844, Nr. 13—16.

Ausser den Berichten des Herrn v. Mid dendorff über seine Schick-

sale im Hochnorden sind hier auch Auszüge aus Privatbriefen von dort an seine Verwandten gegeben. 12. Feier zu Ehren des Herrn v. Middendorff(bei Ge- legenheit seiner Rückkehr von der Reise durch einen grossen „ Theil von Sibirien). St. Petersb. Ztg. 1845, Nr. 82.

Als Herr von Middendorff von seiner grossen Reise glücklich J zurückgekehrt war, wurde von Freunden und Verehrern ein freudiges Bewillkommnungsfest begangen. Nur die Anreden, die hier unter meinem Namen angeführt sind, erkenne ich an. Die Einfassung und der bindende 12 Kitt sind wahrscheinlich vom Redacteur,— wenigstens nicht von mir. Reguly Yotiu, 7 13. Schluss-Nachrichten über Reguly's Reise. St. Petersb.

un Gdie Theimn, Ztg. 1845, Nr. 88.

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