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auf die ruͤckſtaͤndigen Zinſen und uͤbrigen in dem Leyhbrief enthaltenen Schuldigkeiten; oder was heut zu Tage gewoͤhnlich an die Stelle dieſes Huͤlfsmittels tritt, daß gegen denjenigen, welcher ſich zu einer ſolchen willkuͤhrlichen Pfandung verpflichtet hat, gleich executiviſch verfahren werden kann. 3.) Die ſogenannte Zinsbuße, welche der ſaͤumſelige Erbbeſtaͤnder ſeinem Lehnherrn entrichten muſte, welche auch der Rut⸗ ſcherzins pflegt genannt zu werden, wovon auch der Verfaſſer ſchon oben S. 125.(805.) gehandelt hat. R. b
Sieben und vierzigſte Anmerkung zu S. 273.(084.) Und dergleichen auf die Guͤter haf⸗
tenden gemeinen Beſchwerden zu befreyen. Es war eine allgemeine aͤchte deutſche Gewohnheit des mittlern Zeit⸗ alters, daß zwar der Adel, wenn er ſeine liegende Gruͤnde ſelbſt benutzt, von oͤffentlichen Abgaben befreyet iſt; keineswegs aber diejenige Land⸗ leute, welche von ihm Guͤter zur Cultur eingeraͤumt bekamen. Ein ſehr deutliches Zeugniß enthaͤlt hiervon eine Urkunde vom Jahr 1357. bey Herrn von Jenkenberg in ſélect. iur.& hiſtor T III. pag. 587 feq. worin ein Friedrich von Ranneberg, Etelknecht, unter andern ſagt: Auch iſt geredet, wer es fache, das die vorgenanten Herren(Ulrich Herr zu Hanau undEberhart Herr zuEppenſtein, denen Friedrich von Ran⸗ neberg zwey Theile ſeines Caſtr mit den Pertinenzſtuͤcken verkauft hatte) oder ir Erben, oder ich Fritz vorgenante, oder myn Erben vnſer Gut
ſelber eren buwen wolden an Geverde, ſo ſolde es fryhe ſin, were aber,
das wirs verlantfiddelten, ſo ſolden die Landſiddele, oder weme man di gut liche dynen von Waſſer vnd von Weyde von Gerichts wegen als ander is Nachgebuer an Geverde, R. 1
Accht und vierzigſte Anmerkung zu S. 276.(9510 9.) Er verliert das Gut, wenn er in Bezahlung des Zinſes ſaumig iſt. Mit demjenigen, was hievon in dieſer Stelle gelehrt worden, ver⸗ gleiche man noch, was Kopp in den Lehnsproben I. 1. pag. 542. daruͤber ſagt. B. Neun


