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legt haben„immer ſtillſchweigend die ungemeſſenen Dienſte ausgenom⸗ men haben, da ſo viele tauſend Exempel von vorhandenen ungemeſſenen Dienſten das Gegentheil lehren, auch hiebey gar nicht ſo etwas ungereim⸗ tes anzutreffen iſt, als wenn einer, der ſich den viam durc meinen Hof oder Garten ausbedungen, hernach vorgeben wollte, er habe darunter verſtanden, daß er keinen ordentlichen Weg nehmen, ſondern daß er im⸗ mer gerad durch den Weinberg oder andere beſaͤete oder bepflanzete Stuͤcke gehen, reiten, fahren ꝛc. wolle. Dem wuͤrde man allerdings antworten, quædam in ſermone tacite excipiuntur. Sein zweyter Grund von der verhaſſeten Eigenſchaft ſetzet zwey Sachen voraus, erſtlich, daß die Frohn⸗ den wuͤrklich bey denen Teutſchen verhaſſet geweſen, und zum andern, daß die verhaſſeten Sachen in der Erklaͤrung einzuſchraͤnken ſeyn. Das erſtere gedenkt er zu erweiſen durch den art. 42. Lil. III. des Sachſen⸗ rechts. Ich finde aber daſelbſt nichts weiter, als daß ſich der Verfaſſer viele Muͤhe giebt zu zeigen, daß die Knechtſchaft weder von Cain, noch von Cham, noch von Iſmael, noch von Eſau entſtanden ſey, daß bey de⸗ nen Juden die Knechte im Halljahr freygelaſſen worden, daß Chriſtus, wie er geſagt, gebet dem Kaiſer, was des Kaiſers, und Gott was Got⸗ tes iſt, die Knechtſchaft zugleich verworfen, und das Ebenbild Gottes, nemlich den Menſchen, Gott zugeeignet habe, und wer ſich an jemand anders als an Gott zu eigen gebe, wieder Gott handele ꝛe. Wer will aber dieſe ertraumte Urtheile als Zeugniſſe von denen Teutſchen Sitten gel⸗ ten laſſen, da nach ſolchen alle Frohnden wegſallen muͤßten. Auch kann man zum Ueberfluß dem Verfaſſer des Sachſenſpiegels ſeinen Gloſſatorem entgegenſtellen, der von allem hinwiederum das Gegentheil behauptet. Geſetzt nun, man wollte die Frohnden als etwas verhaſſetes anſehen, wie ſie denn von denen Bauern ohne Zweifel davor gehalten werden, und alſo die Regel des c. 15. de regul. jur. in 6., als wodurch der zweyte Satz erwieſen werden ſoll, hier anwenden: Odia reſtringi& favores convenit ampliari; So wuͤrden die Gutsherrn mit eben ſo gutem Fug den Nutzen der Herren⸗ dienſte herausſtreichen koͤnnen, wie ſolche zu Erhaltung des Adels und ihrer Guͤter, ja zu dem Flor des ganzen Staats vieles beytragen, folglich unter
die(avorabilia, quæ amplianda ſunrt zu rechnen ſeyn. Kurz es iſt bereits von
andern gezeigt, und auch in dem v. Buriſchen Lehenrecht in der iſten Fort⸗ ſetzung 9. 232. angemerkt worden, daß die Juriſtiſche Weydeſpruͤche zu der vernuͤnftigen Auslegung der Geſetze ſo wenig als der Vertraͤge eütwo⸗ bef⸗
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