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Ausführliche Abhandlung von denen Bauergütern in Teutschland sowohl überhaupt als auch drey und fünfzig unterschiedene Arten derselben insonderheit alles aus ächten Teutschen Alterthümern und Urkunden, auch neuen Landesordnungen und Leyhbriefen erläutert und bestärket. / Friedrich Carl von Buri, weiland hochfürstl. Hessen-Darmstädtischen wirklichen geheimen Raths ; mit einer Vorrede von D. Franz Just. Kortholt und D. Justus Friedrich Runde
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die Bauern Knechte geblieben, und noch in dem Sachſenſpiegel als ſol⸗ che angefuͤhret wuͤrden, auch dieſerwegen, weil keine Veraͤnderung ver⸗ muthet wuͤrde ſondern die Befreyung von Dienſten in facto beſtehe, noch jetzo in allen Laͤndern, wo das Sachſenrecht vor dieſem gebraͤuchlich ge⸗ weſen(ohne Zweifel auch in andern Provinzien, indem bey allen Teut⸗ ſchen Voͤlkern die Bauern mehrentheils Knechte geweſen) die Vermu⸗ thung wieder ſie ſey. Der auch Kpec. 217. med. 5. in corollario ausdruͤck⸗ lich ſetzet, daß die Dienſte wenigſtens der Zeit nach ungemeſſen oder un⸗ beſtimmt zu vermuthen, und daß die Beſtimmung von denen Bauern, die ſolche anfuͤhren, erwieſen werden muͤſſe. Derſelbe fuͤhret doch cit. Spec.

ꝛued. 1. bey Beſtimmung der Art der Dienſte ganz andere Gedanken, und

meinet, daß, wenn nicht von dem Recht der Frohnden uͤberhaupt, ſondern von der Art derſelben die Rede ſey, muͤſſe die Auslegung nach dem Bey⸗ ſpiel der Roͤmiſchen ſervirutum prædialium ſo gemacht werden, daß der Dienende ſo wenig als moͤglich dabey beſchweret werde. L. 9. ff. de Seruz- tut. Denn die Frohnden, wodurch die natuͤrliche Freyheit vermindert wuͤrde, waͤre auch denen alten Teutſchen verhaſſet geweſen, wie aus dem Sachſenſpiegel Lib. 111. art. 42. erhelle. Gehaͤßige Sachen aber muͤß⸗ ten eingeſchraͤnkt werden per c. 25. de reg. zur. in 6. Man moͤchte zwar hiebey billig zuforderſt fragen, warum der Herr Hofrath hier nicht gleich⸗ falls erſtlich unterſucht, wie die Frohnden zu Caroli M. Zeiten ausgeſe⸗ hen. Denn geſetzt, daß ſolche damals auf keine gewiſſe Verrichtungen eingeſchraͤnkt geweſen; ſo wuͤrde es ja hinwiederum heiſſen muͤſſen, weil keine Veraͤnderung noch Verminderung der Dienſte zu vermuthen, in⸗ dem ſolches beyderſeits in facto beſtuͤnde; ſo waͤre die Vermuthung im⸗ mer wieder die Bauern. Um aber eigentlich auf ſeine Gruͤnde ſelbſt zu antworten; ſo iſt einestheils in dem«it. 1. 9. f. de ſeruitut. die angefuͤhrte Regel, dgß ich die lervitutes immer zum Vortheil des dienenden Guts er⸗ klaͤren muͤſſe, nicht einmal gegruͤndet, ſondern es iſt nur bey Gelegenheit der ſervituris viæ, die auf einen jedweden Theil des Guts haftet, ange⸗ merkt, daß ſtillſchweigend dabey ausgenommen werde, daß einer ſeinen Weg nicht gerade durch des andern Weinberg nehmen ſolle, cum id NB. æque counimode per alteram partem facere poſſit minore ſervientis fun- di detriwento. Wie kommt aber dieſes mit denen Frohnden, und daß ſolche eingeſchraͤnkt werden muͤſſen, uͤberein? Wie kann ich da ſagen, datz

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