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zu entziehen, und in einige Freyheit zu ſetzen, zumal da hernach bey Ein⸗ fuͤhrung der Steuern und Contriburion dem Landesherrn mit an der Erhaltung der Bauern gelegen geweſen. 2) Die Kreutzzuͤge, als welche nicht allein denen Bauern Gelegenheit gegeben, ohne Einwilligung ihrer Herrn mit großen Haufen davon zu ziehen, ſondern auch ſelbſt der da⸗ durch verurſachte Mangel ſo wohl der Edelleute als der Bauern, jene be⸗ wogen, theils damit ſie nur ihre Guͤter beſetzen koͤnnten denen Bauern
groͤßere Rechte zu verſtatten, theils auch, damit die gleichfalls verodete
Staͤdte wieder angefuͤllet werden koͤnnten, ihren Kindern die Freyheit hin⸗ einzuziehen zuzuſtehen, dieſe hingegen in den Stand geſetzet, ſich in Abwe⸗
ſenheit der Edelleute vieles herauszunehmen. Daß aber bey dieſen heiligen
Kriegen auch die Bauern davon gezogen, bezeugete unter andern Dodechi- nus in 2phend. ad Marian. Seotum ad A. 1069. p. 462. Non ſolum ruſti- ci, ſed etiam Reges, Duces, ceteræque mundi poteſtates, epiſcopi. monachi, reliqui quoque eccleſiæ ordines ad iter movebantur. 3) Die Annehmung des Roͤmiſchen Rechts, als wodurch man angefangen bey vorkommenden Streitigkeiten die Bauern mit denen Roͤmiſchen Colonis zu vergleichen, und gleichwie dieſe in dem L. un. zp f. C. de Colon. Ilhyr. vor frey erkannt werden, alſo waͤre auch jenen die Freyheit zugeſchrieben, folglich eine weitere Freylaſſung bey freygebohrnen Leuten vor unnoͤthig gehalten worden. Und daher kaͤme es, daß in denen Provinzen, wo das Roͤmiſche Recht nicht ſo durchgedrungen, oder die Univerſitaͤten entfer⸗ neter geweſen, es noch ziemlich bey dem alten Knechtiſchen Zuſtande der
Bauern geblieben waͤre. 4) Die Nachſicht und Nachlaͤßigkeit einiger Herrn, ſonderlich bey denen Stiftern, da man denen Bauern den freyen Abzug verſtattet, ohne daß ſie ſich vorher loskaufen duͤrfen, ihren Kindern Handwerker zu lernen, und ſich in die Staͤdte zu begeben erlaubet, u. w. d. m. 5) Die betruͤbten und unruhigen Zeiten in Teutſchland, da ſonder⸗ lich in dem ſogenannten Bauern⸗ und hernach in dem Dreyßigjaͤhrigen Kriege viele tauſend Bauern erſchlagen, und ganze Dorfer wuͤſte gelaſ⸗ ſen worden. Weswegen nachgehends die Herrn um die ihnen zugehoͤrige
Laͤndereyen nicht gaͤnzlich unbebauet zu laſſen, gerne zufrieden geweſen,
denenzenigen, ſo ſich auf ihre Bauerguͤter wieder ſetzen wollen, die Frey⸗
heit zu laſſen, wenn ſie nur ſonſten die gehoͤrigen Abgiften und Dienſte davon entrichten und leiſten wolen.
Es ſind dieſe angefuͤhrte Urſachen ſo beſchaffen, daß me insgeſene
dald,


