Druckschrift 
NEw Kreüterbuch in welchem nit allein die gantz histori das ist namen gestalt statt vnd zeit der wachsung natur krafft vnd würckung des meysten theyls der Kreüter so in Teütschen vnnd andern Landen wachsen mit dem besten vleiß beschriben sonder auch aller derselben wurtzel stengel bletter blumen samen frücht vnd in summa die gantze gestalt allso artlich vnd kunstlich abgebildet vnd contrafayt ist ... / Durch den hochgelerten Leonhart Fuchsen ...
Entstehung
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l Von Chamander. Cap. CCCXXXV. E Krafft vnd würckung. Die Chamander kreüter vnd blůmen in waſſer geſotten vnnd getruncken/ 6 ſeind fürtreffenlich gůt denen ſo hůſten/ ein hart miltz haben/ nitt wol harnen b moͤgen/ vnd ſo newlich ſeind waſſerſüchtig woꝛden. Sie bꝛingen den frawen 3 jhꝛe zeit/ nemen hinweg die verſtopffung der inwendigen glider/ vnd zerteylen

die groben zaͤhen feüchtigkeyt. Mit eſſig vermiſcht vnd getruncken/ machen ſie

das miltʒ kleiner. Inn wein jngenom̃en/ widerſteen ſie allerley gifft/ auch auß⸗ wendig übergelegt. Gedoͤꝛrt vnnd gepuluert mit hoͤnig vermiſcht/ reynigen ſie

die allten ſchaͤden. Mit oͤl vermiſcht angeſtrichen/ heylen ſie die bꝛüch/ wun⸗

den/ vnnd vmb ſich freſſende ſchaͤden. Der ſafft von den blettern mit oͤlver⸗ miſcht vnnd angeſtrichen/ vertreibt die dunckelheyt der augen. In ſumma/ die 4 Chamander gewechß ſind heylſame vnd nützliche wundtkreüter/ dienen auch wol der zerteylung aller groben feüchtigkeyt/ darumb ſie nit allein vonn den wundaͤrtzet/ ſonder auch andern ſollen hoch vnd groß geachtet werden. Von Cypꝛeſſen. Lap. CCCXXXVI. A c ypꝛeß würt von den Gꝛiechen Chamæcypariſſus geheyſſen/ zuͦLa tein pumila Cupꝛeſſus/ das iſt/ niderer oder kleiner Cypꝛeß/ von wegen des baums der alſo genent würt/ darmit ein vnderſcheyd vnder diſen zweyen wer. Cypꝛeß iſt ein holtzecht geſchlecht/ wie Lauendel/ das gantʒz kraut aber iſt 1 uͤſchenfarb gruͤn/ mit faſt kleinen runden zerſchnittnen blettlin/ ſchier wie Heyd ſo ſie erſtlich anfacht wachſen/ oder wie die Staubwurtz das weible. Am gipffel ſeiner aͤſtlin gewindt er ſchoͤne geele blůmen/ geſtalt wie der Maßlieben 4 bluͤmen/ ein yede blům aber ſonderlich auff einem ſtengelin/ die iſt wie ein kaͤßlin darauff geſetzt. Die wurtzel iſt holtzecht vnd zaſecht. Diß gantz gewechß iſt ei⸗ nes ſeer gůten geruchs/ wie der Cypꝛeßbaum. B3 Seatt ſeiner wachſung. Den Cypꝛeß ʒilt man in den gaͤrten vnd ſcherben allenthalben. Seit. b Der Cypꝛeß blüet im Hewmonat/ vnd würt ſelten mit den blůmen funden. b SDi natir vnd complexon. 95 Cypꝛeß trücknet on groſſe hitz/ wie das ſein geſchmack klaͤrlich auß⸗ Welpt. b b C Kprafft vnd würckung. I Die Cypꝛeß bletter zerſtoſſen vnd übergelegt/ heylen die wunden/ vnd ſtellen I das blůt. Dermaſſen gebꝛaucht/ heylen ſie auch die bꝛüch. Sie ſeind auch nütz⸗

lich/ in ſonderheyt ſo man gerſten maltʒ darzů thůt/ dem rotlauff/ vnnd der⸗ gleichen hitzigen geſchwulſten/ doch nit im anfang derſelbigen. Diebletter ge ſotten vnd getruncken ſtellen den bauchfluß/ die roten rhůr/ verzeren vnd trü⸗ cknen auß alle überige feüchtigkeyt des leibs. Die wurtzel mitſampt den blet⸗ tern geſotten vnd getruncken/ ſeind nützlich der blaſen/ vnnd der harnwinden. Das kraut gedoͤꝛret vnnd das puluer daruon inn wein getruncken/ iſt gůt wi⸗ der allerley gifft. e Von Gun⸗