Druckschrift 
NEw Kreüterbuch in welchem nit allein die gantz histori das ist namen gestalt statt vnd zeit der wachsung natur krafft vnd würckung des meysten theyls der Kreüter so in Teütschen vnnd andern Landen wachsen mit dem besten vleiß beschriben sonder auch aller derselben wurtzel stengel bletter blumen samen frücht vnd in summa die gantze gestalt allso artlich vnd kunstlich abgebildet vnd contrafayt ist ... / Durch den hochgelerten Leonhart Fuchsen ...
Entstehung
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4 XM b Von Hermuͤt. Cap. J. 4 D vnnd trücknet auß. Derhalben treibt er auß durch den ſtülgang vnnd harn/ die b* gallen ſo ſich in dem magen/ oder deſſelbigen ſchlundt/ auch in den adern geſaim let hat. So man Wermůt nüchter jnnimbt/ fürkomet man die trunckenheyt/ Ne würt einer denſelbigen tag nit voller weins. Wermůt mit Seſelſamen getrun⸗ 4 l cken/ vertreibt die winde vnd blaͤſte im bauch/ auch weetagen des magens/ der gleichen den vnwillen/ vnd das grawen. Wermuͤt in waſſer geſotten/ oder ge⸗ weycht/ vnnd daruon getruncken alle tag biß in die viij. lot/ nimbt hinweg die geelſucht. So er aber mit hoͤnig würt getruncken/ oder an den heimlichen oꝛten ſich gethan/ bꝛingt er den frawen jhre kranckheyt. Mit eſſig getruncken/ iſt er guüt für die gifftige ſchwam̃en. Mit wein aber iſt er krefftig wider das gifft des wutzerlings/ ſpinnen/ vnd anderer gifftigen thier. So man denſelbigen mit hoͤ p nig anſtreichet/ iſt er nützlich den duncklen augen/ vnd vertreibt darinnen das vndergerunnen blůt. Wermůt geſotten/ alßdañ den dampff daruon in den mund glaſſen/ lindert das zanwee/ weetagen der oꝛen. Wermůt mit ſüeſſem wein gſotten/ vnd übergeſtrichen/ benimbt den ſchmertzen der augen. Wermuͤt mit roſenoͤl vermengt vnd übergelegt/ iſt dem magen ſeer dienſtlich nützlich. Mit feigen/ ſalpeter/ vnd radten meel vermiſchet vnd übergeſchlagen/ kompt er E den waſſerſuüchtigen/ miltzʒſüchtigen zůhilff. Wañ Wermůt in die gewandt b kaſten vnnd truchen gelegt wurdt/ bewaret er die kleyder voꝛ den ſchaben. NMit. ol angeſtrichen/ vertreibt er die ſchnacken/ vnd mucken. Wañ man waſſer dar⸗ b inne Wermüůt geſotten oder geweychet iſt in die dinten geüßt/ ſo zerfreſſen die b meüß die bůchſtaben nit. Solche krafft vnd tugent hat auch ſein ſafft. Doch ſol b 3 der ſelbig nit in den leib genom̃en werden/ dañ er ſchadet dem magen/ bꝛingt b mit ſich das hauptwee. Seriphium allein/ oder mit reiß geſotten/ vnd mit hoͤ nig jngenomen/ toͤdtet die würm des bauchs/ vnd lindert den ſtülgang. Sol⸗ che tugent hat er auch/ ſo er mit ſüeſſem wein würt jngenomen. Santonicũ hatt gleiche krafft dem Seriphio/ aber es iſt am allerbꝛeüchlichſten wider die würm/ mit hoͤnig jngenomen/ oder mit einem andern ſüeſſen tranck. wermůt Der Wermůtwein bekompt treffenlich wol dem magen/ dañ er ſtercket ſine wein. dewung/ macht auch luſt eſſen. Bꝛingt den frawen jhre bloͤdigkeyt. Iſt gůt b den leber ſüchtigen vnd geelſüchtigen/ auch den ſo würm haben. A kraut/ welches würt genent ʒů Teütſch Staubwurtz/ Gartha h N gen/ Schoßwurtz/ Gertwurtz/ Kuttelkraut/ Affruſch/ heyſſen die ꝗO Griechen vnd Lateiniſchen Abrotonũ/ darumb das es anzuͤſehen 1 900/ zart/ weych/ vnd luſtig iſt. Oder das es einen ſtarcken ſcharpf⸗ I fen geruch hat. Diſen nam̃en haben die Apotecker behalt b ich hat. Diſen nam̃en habend potecker behalten. 1 f Der Staubwurtz ſein zweyerley geſchlecht/ groß Vllein/ oder meñlin vnd weiblin. Die groß/ oder mennlin/ nennet man heimiſche Staubwurtz/ oder ſchlechts/ Staubwurtz. Die kleiner/ oder weiblin/ würt geheyſſen Weißgart⸗ 6 han/ oder wilder Cypreß. b Geſtalt. Das mennlin hat vil gertlin oder zweiglin/ mit kleinen blettlin bekleydet/ iſt b minder weiß dañ das weiblin/ hat vil kleins ſamens/ wie der Wermuͤt. Das weiblin