Druckschrift 
NEw Kreüterbuch in welchem nit allein die gantz histori das ist namen gestalt statt vnd zeit der wachsung natur krafft vnd würckung des meysten theyls der Kreüter so in Teütschen vnnd andern Landen wachsen mit dem besten vleiß beschriben sonder auch aller derselben wurtzel stengel bletter blumen samen frücht vnd in summa die gantze gestalt allso artlich vnd kunstlich abgebildet vnd contrafayt ist ... / Durch den hochgelerten Leonhart Fuchsen ...
Entstehung
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der Macedonier Koͤnig/ Lyſimachia geheyſſen woꝛden. Deßgleichen iſt das

kraut welchs wir waſſer Bathengel nennen/ von dem Koͤnig Mithꝛidate/ Mi thꝛidatia genent woꝛden. Alſo iſt auch der Beyfuß auß keiner andern vꝛſachen Artemiſia geheyſſen/ dañ von der Koͤnigin die ein gemaheld ig.

ſoli geweſen/ welche denſelbigen durch jren ſondern vleiß erfunden/ jm dar⸗

ches die heylig Goͤtlich ſchꝛifft offenbarlich bezeugt/ vom Cederbaum an biß dem Hyſopkraut/ das auß der mauren wechßt/ artlich vnd weißlich kündte re⸗ den vnnd diſputieren. Gleicher weiß vnnd geſtalt thůt auch yetzund der aller durchleutigeſt hochgeboꝛn Roͤmiſch Hungern Koͤnig etc. ewer Koͤnigli chen Maieſtat gemahel/ mein aller gnedigſter Herꝛ/ der ſich alſo mit diſer kreü⸗ ter kunſt/ wie ich bericht würd/ belüſtiget vnnd bemüet/ das er nit allein die ſo derſelbigen erfarnuß vnnd kundtſchafft haben gnediglich/ wie etlich Roͤmiſche Keyſer voꝛ zeiten gethon/ auffenthelt/ ſ onder ſein Koͤnigliche Maieſtat laßt jhꝛ

ſummers zeiten die kreüter im feld vnd in den gaͤrten abbꝛechen/ ſich damit zu erlüſtigen/ alſo das ſie derſelben nit einen geringen verſtand hat/ vnd mehꝛ dañ die/ denen es auß jrem beruff zuͦſteet gebürt/ daruon reden weyß. Welchs warlich heyßʒt recht inn die fůſzſtapffen der alten Koͤnigtretten/ die ſich auch vleiſſig mit diſem handel/ wie voꝛmals angezeygt/ bekümert haben. Verhoffdi ſer vꝛſach halben diß mein bůch ewer Koͤniglichen Maieſtat auch vil mehꝛ an⸗ genemer ſein. Zum dꝛitten ſo hab ich mein nun zum offtermal gedacht Kreü⸗ terbuͤch ewer Koͤniglichen Maieſtat in ſond erheyt woͤllen zůͦſchꝛeiben/ darmit ich mein gantz vnderthenig dienſt vnd geneygten willen gegen ewer Koͤnigli⸗ chen Maieſtat erzeygte. Iſt derhalben an ewer Koͤnigliche Maieſtat mein vn⸗ derthenig bitt/ ſie woͤlle ſoͤlch mein bůch/ das ich jhꝛ hiemit zůeygen/ vonn mir gnediglich annemen/ vnd nit die geringheyt der ſchencke/ ſonder vil mehꝛ gegen ewer Koͤniglichen Maieſtat mein gantz vnderthenigen willen/ gegen yeder⸗ man mein getrewe wolmeynung anſehen. Vnd ſo ich diſe mein müe vnnd ar⸗ beyt ewer Koͤniglichen Maieſtat angenem ſein ſpuͤren würd/ wil ich deſter ge⸗ fliſſener ſein/ in gleichem fall hinfüran/ mit Goͤttlicher hilff/ dem gemeinen nutz nach allem meinem vermoͤgen dienen. Der allmechtig Gott woͤlle ewer Koͤnigliche Maieſtat in langwiriger geſundtheyt vnd ſeliger wolfart gnedig⸗ lichen friſten erhalten/ deren ich mich in aller vndertenigkeyt hiemit beuilch. Datum Tübingen den dꝛitten tag des Mertzens/ imjar i. p. XLIII.

eNanbichenmaca b Pndertheniger

VLeonhart Fuchs der artzney Docton.

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