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— Gut, sagte ich so trocken, wie ich es als ehemaligern Sextvertreter herausbringen konnte, dann mache ich's allein. Zunächst habe ich gar nicht mit nichts angefangen, indem ich von meinem verstorbenen Papa so viel bekam, daß ich Juristerei ohne das geringste heiße Bemühn studieren konnte. Das ist doch schließlich auch Kapital, und ich gehöre eigentlich gar nicht in Ihr Buch für die deutsche ſugend. Andererseits kann ich ruhig sagen, daß ich, als ich meinen Dr. Jur. und Referendar ge- macht und mein fahr beim königlich bayerischen Protz- kasten abgedient hatte, ohne einen Bfennig dastand. Mein Vater starb ohne irgend welches Vermögen zu hinterlassen, meine Mutter war schon seit ſahren lot, meine Geschwister waren mittelmãßig versorgt, und ich hatte eine Zukunft. Einige ſahre war ich Bankkommas, und dann stürzte ich mich in die Geschäfte.
Les affaires c'est Pargent des autres, sagt der alte Dumas, und ich sagte mir: es gibt so unmenschlich viel Geld in München und anderswo— sieh zu, daß Du was abbekommst. Wie macht man das? Nun, man macht Geschäfte. Es brauchen ja nicht Wucher- oder andere unfaire Geschäfte zu sein. Es werden ja auch täglich reelle Geschäfte gemacht— fragt sich nur, wer sie macht.
Ein Menschenalter habe ich nichts weiter getan, als Geschäfte gemacht— oder richtiger, zu machen versucht. Stellenweise machte es mir Vergnügen, aber


