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einzelne spielten politisch hervorragende Rollen. Ein Bruder der Dame war Professor und Geheimer Ke- gierungsrat. Leider ließ der Gesundheitszustand des Gatten dieser Dame seit ſahren zu wünschen übrig. Als der Prinz— und bald darauf auch ich— dlie Dame kennen lernte, war sie bereits seit mehreren ſahren von ihrem Manne getrennt, der in verschiedenen An- stalten und Sanatorien Heilung von einem schweren Nervenleiden suchte. Infolgedessen halte die Dame die Verwaltung des Vermõgens und der umfangreichen industriellen Unternehmungen übernommen, so daß eine große Arbeit und schwere Verantwortlichkeit auf ihren Schultern lastete.
Als der Prinz anfing zu kränkeln, und mir, der ich nicht daran dachte, ihn zu verlassen, immer wieder von neuem nahelegte, doch auch an mich und meine Zukunft zu denken, ihn ruhig seinem Schicksal zu über- lassen und einen Beruf zu ergreifen, der mir eine ge- sicherte Zukunft böte, und zu dem er mir selbstver- ständlich behilflich sein würde, gab ich schließlich nach und fuhr auf Befehl meines Chefs nach Thüringen zu fener Dame. Der Prinz hatte schon seit Wochen in meinem Interesse mit ihr korrespondiert. Der Brief- wechsel muß wohl sehr eingehend und sehr ausfühirlich gewesen sein, denn ich wurde in N. gleichsam wie der neue Herr empfangen. Die Besitzerin des Etablisse- ments— es bestand auch zwischen uns vom ersten Moment an eine lebhafte Sympathie— hatte lange
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