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110 dazu raten könne. Dann käme es ihm auf zwanzig-
tausend Mark nicht an.
In den folgenden Wochen benutzte ich jeden freien Augenblick, mit den Bauern der anliegenden Ortschaften zu verhandeln, um Kalwerträge fertig zu bekommen. In der Provinz Hannover müssen Sie mit den Grund- eigentümern Vertrag schließen, daß Sie bohren dürfen. Im übrigen Deutschland Kkann man überall bohren und schürfen,(Soweit nicht Staatsmonopol besteht), in Hannover aber gehört das Salz den Grundbesitzern. Has ist noch so ein altes Vorrecht von vor 66. Nach zwei Monaten hatte ich eine Anzahl Verträge zusammen und einen großen Komplex Landes fest gesichert. Mein posten als Leiter der Bohrgesellschaft neigte sich auch seinem Ende zu, und so kam es mir zu paß, daß Lübbecke gleich mit mir zum Rechtsanwalt ging und mit mir eine Bohrgesellschaft gründete. Ich wurde wieder als Betriebsleiter angestellt. Lübbecke zahlte zunächst zehntausend Mark ein, ich schloß die Bohrung mit dem Unternehmer Sch. in B. ab und wir gaben tausend Anteile aus. Lübbeke hatte gleich von vorn- herein gesagt-„De lütche Prophet mutt ook mit bi sSien.“ Das war sein Freund und Pferdelieferant Mosessohn, ein kleiner krummbeiniger jüdischer Herr, mit dem Lübbecke tagaus tagein seinen Spott trieb. Da Moses- sohn einen Vornamen hatte, den schon einer der Kleinen Propheten gehabt hatte(so behauptete Lübbecke), Habakuk, Zephanſa, Ezechiel oder Maleachi, ich weiß
lüt


