293) L. Sabiel, stud. chem. 294) Bender,(C., stud. arch.?) 295) O. Großmann, stud. jur.(Bezirksſtrafrichter in Gießen.] 296) Unleſerlich. 1 3 3 297) L2 Hallwachs, stud. jur.[Miniſterialrath in Darmſtadt.] 298) H. Weiffenbach, stud, chir.[Arzt in Alzey.] 299) C. Schwoerer, stud. theol ev.[Pfarrer in Ruppertsburg! 300) V. Boerckel, stud. chir(Geſtorben als Chirurg in Mainz.] 301) C Pfaff, stud. vet. 302) G. Guckelberger, stud chem. 303)(F) Genth, stud. for.[Kgl. Preuß. Oberförſter in Dillenburg.] 304) A. Fabricius, stud. cam.[Oberſteuerbeamter im Elſaß] 305)(W.) Buff II, stud. jur.[Oberhandelsgerichtsrath in Leipzig.] 306) W. Pfannmüller, stud. jur.[Hofgerichtsrath in Gießen.] 307) F. v. Leliwa, stud. jur.[(Ehemal. öſtreichiſcher Hauptmann, jetzt Pri⸗ vatier in Arolſen.]— 308) Carl Fertſch, stud. theol. ev.[Oberſtabsarzt in Darmſtadt 1*)
*) Zur Geſchichte des von obigen damaligen Studenten ausgeführten „Stauffenberger Auszugs“ erhalte ich nachträglich noch folgende intereſſante briefliche Notizen uud Actenſtücke von Seiten eines Mitglieds des Ausſchuſſes, worin er das Corps„Teutonia“ vertrat, jetzigen höheren heſſiſchen Verwaltungs⸗ beamten.
Derſelbe ſchreibt u. A.:„Die beifolgenden zwei Schriftſtücke ſind dem Vernichtungskriege, den ich ſeit geraumer Zeit mit meinen vergilbten Papieren führe, glücklich entronnen. Sie haben dieſes günſtige Geſchick lediglich der be⸗ merkenswerthen Sentimentalität zu danken, mit welcher ich, à la Heine zu reden, auf meine„Jugendeſeleien“ herabblicke, oder, wenn ich ehrlich ſein ſoll, mit welcher ich zu ihnen, die nicht immer„blöde“ waren, hinaufblicke.— Das eine der Schriftſtücke, eine Rechnung des„unterthänigſten Stingel“, ſpricht für ſich ſelbſt. Ob die der Rechnung zu Grunde liegende Idee jemals realiſirt worden iſt, vermag ich nicht zu ſagen. Der Mangel einer Quittung und vieles Andere ſpricht dagegen. Wenn indeſſen nur die Hälfte von Dem zerſchlagen worden iſt, was der biedre Stingel in Anſatz gebracht hat, ſo werden künftige Jahrhunderte über die Urwüchſigkeit der Studentenſchaft des 19. Säculums und die Leichtgläubigkeit des Stauffenberger Philiſter's ſtaunen, der da zer⸗ ſchlagen ließ, weil man ihm ſagte, es werde bezahlt werden!— Das zweite unſcheinbare Papier iſt nicht mehr und nicht weniger, als ein diplomatiſches Actenſtück von unſchätzbarer Bedeutung. Es iſt das Brouillon eines Ueberein⸗ kommens zwiſchen der Studentenſchaft und dem Gießener Univerſitätsgericht, und es rühren dieſe Benedetti'ſchen Punctationen von der Hand des damaligen Hofgerichtsadvokaten und ſpäteren Heſſen⸗Homburgiſchen Miniſterpräſidenten Banſa her.(Derſelbe Advokat Banſa, damals Mitglied des Gießener Gemeinde⸗ raths, von welchem bezüglich der erſten Tage der Gießener März⸗Revolution von 1848 auf Seite 86 eine ſo heitere Geſchichte erzählt wird. Anm. d. Verf.) Dieſe Stipulationen erlitten ſpäter einige Abänderungen, und ich entſinne mich noch mit Wohlbehagen, wie der Vertrag zwiſchen Flaſchen und Schlägern in einer, Gott ſei Dank, ſehr unparlamentariſchen Sitzung des Burſchencomité's oder Ausſchuſſes— ich weiß mich gar nicht mehr commentmäßig auszudrücken — in einer Bauernkneipe zu Stauffenberg berathen und feſtgeſtellt wurde. Der ganze Convent ſaß, von dreifarbigen Schärpen umſchlungen, um einen Tiſch und nahm dazwiſchen Wagenladungen von Tabak, Bier, Wein, Schinken, Bro⸗ den ꝛc. als ſchuldigen Tribut des Gießener Philiſters entgegen“.——


