408 Dite ziwantzigſte Frag. daß GOT ſolchem Menſchen werde ſeine Suͤnde zu erkennen geben/und
Seufftzen/ die Communion durch einen andern verrichten laſſen/ doch in
fleiſchlicher Rach und ohnmaͤſſigem Zorn/ der nicht thut/ was vor GO
der Unflaht in ſeiner Unreinigkeit ſoll fortfahren/ ſondern in der Hoffnung/ zoͤttlichen Speiß der Suͤnder bekehrt/ von Suͤnden gereiniget/ und auß ſei de Ehſehiit errettet werde. Deswegen vor ſolche irrende Menſchen fort undfort im Gebet anzuhalten und zu ſeufftzen iſt. Wil denn dieſes al⸗ den ſeine Seufftzen den hartnaͤckichten Suͤnder trucken/ und das Abend⸗
mahl zur ewigen Verdamniß/ Qual und Pein ihm außſchlagen. Was aber bey ſolcher Verdamniß die Obrigkeit/ wegen des Befehls/ vor G Ott
behuͤten/ und denen Juden⸗Patronen ihre Saͤndlichkeit vorſtellen wolle.
und Conſiliis Eccleſiaſticis, wie denn AM. Georg. Dedekennus Theſ. Conſilior, Volum. z. p. 117, ein hee9iſch Vedenckin
ſthrt s den 12. Januarii 1620. gegeben und alſo lautet: So viel die Jude — betrifft/ ſo iſt es nicht allein gefaͤhrlich/ ſondern auch/ ſo fern ſolche Dienſt⸗
vom Chriſtlichen Glauben abgehalten merdenſaer 2. In participatione rea- tus alieni, daß ſich ſolche Dienſtbotten ſo V Zorns GOttes und ſeiner Straffen/ ſo da ergehen uͤber die greuliche Laͤſtes
davon endlich abſtehen/ ſo fern kan Er in ſolcher Hoffnung im Gebet und
z'oſſer Behutſamkeit und Sorgfalt/ in Lieb und Andacht/ daß Er wiſſent, gezei heoſſend befliſſen nichts wider das Gewiſſen/ ſo zart iſt/ auch nichts auß ſoi
recht iſt/ unter nichtigem Vorwand eines Gewiſſens vornehme. Nicht da; daß nach hertzlicher Vorbitt endlich durch die Krafft Gottes und der heilign
les nicht helffen/ ſo hat der Prediger ſein Ampt moͤglichſt gethan/ und wer⸗
und dem ſtrengen groſſen Richter zu verantworten haben wird/ iſt leicht zu n Anden. Die Philolophi haben ein auch in Gottes Wort richtige Regul Cauſa cauſæ eſt etiam cauſa cauſati. Darum ertzlich zu bitten/ daß Gott alt d Chriſtliche Obrigkeit vor dergleichen Befehlen und referenten in Gnaden
§§. Ein mehrers haben unſere Theologi in den Gewiſſens⸗ Fragen
von der unteesſast ephcan di uden
barkeiten nicht gezwungen/ ſondern freywillig/ GOttes Ordnung zu wi der/ daß ein Chriſt bey ihnen im Dienſt ſtehe. Die Gefahr erregt ſic t . in ſeductione vera fide, in dem/ daß ein ſolcher leicht kan verfuͤhrt und
chuldig machen/ des grimmigen
ng und Schaͤndung unſers HErrn JEſu Chriſti/ welche/ weil ſie frey⸗
g den Laͤſterern beywohnen/ was thun ſie anders/ als daß ſie nebenden en in Gottes Straff fallen?Und dann weiter/ die Juden ſollen derChri⸗ Knechte ſeyn/ dieſe kehren das Urtheil Gottes um/ und ſaſande V


