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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
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X8 als bey ſolcher Tantz⸗Freyheit; Laut der Erzehlung/ welche davon ein bes Beſ

98 Die achtzehende Frag. 1

riſtlich erwegen/ daß ſie deswegen nicht die Aenderung vorzunehmen/ als en 4 4 Heſſiſche Kirchen⸗Ordnung/ davonſie befreyet/ alſe gut befun⸗ Cor den: ſondern weil es Gottes Wort und Befehl gemaͤß iſt/ dem ſie ja ſo ver wohl unterworffen/ als wir im Juͤrſtenthum/ und wann ſie es nicht thun/ Vo ligt es auff ihrem Gewiſſen und ſchwerer Verantwortung. Dieſem boͤſen wie Weſen abzuhelffen/ hat ſich noch en ein benachbahrter Grafund Herr&& erklaͤrt in ſeinem Land und Grafſchafften die Sonntags⸗Maͤrckte zu ver, nich bieten/ GOT gebe/ daß nicht ein ander Apoſtel darzwiſchen komme/ und ſollt

es auffhalte! §.6. Vom Tantzen noch etwas weniges zu edencke ſo finden 33 ſolch auch einige von unſern Lehrern/ welche zur Entſchuldigung ihrer Obrigkeit,

lichen Indulgentz/ vorgeben/ daß jungen Leuten wohl ein recrearion 9n

Tantzen auff die Sonntag zuerlauben ſey/ etwa ein Stund vor Nacht/ und mit ſolcher Verwahrung/ daß keire i oighenenvorgiengen. Dann. GOtt auch beym Feyertag auff die KPhuhe uh und geziemende Ergaͤt⸗ lichkeit geſehen habe/ ohne daß auch 2. das Tantzen vor ſich ſelbſten ein Mit⸗ telding und nicht verbotten ſey/ nur daß alles ſeine Zeit habe/ Predig. Sa⸗ lom. III. Wie dann;3. den jungen Leuten eine Muſie und andere erbare Spiel und Kurtzweilen nicht verbotten am Sonntag/ ſo auch nicht das Tantzen/ doch ohne Verhinderniß des Gottesdienſtes. Und waͤr 4. bey dem Bamen⸗Volck ſonderlich/ endlich beſſer ein kleinen Tantz zu verſtatten/ als daß ſie ſonſten bey ſchaͤndlichem Muͤſſiggang auff andere Laſter ſich wen⸗ deten/ welchꝛs dann an verſchiedenen Orten ſo eingeriſſen und zum unnu⸗ aller tzen Gebrauch kommen/ daß auch das Geſinde nicht anders dienen wollen/ ein

kanter vornehe Phenee Hathan⸗ 1 F auff den Fe leg o19 §5.7. Nun iſt es wohl wahr/ daß auff den Feyertag nicht alle Ergaͤtz⸗ wen lichkeiten und Freuden gaͤntzlich verbotten ſeyn/ und Aeahnichtalge des d Sisanhs freylich auch auff die recrearion des Leibes mit hingeſehen/ allin Sy das Tantzen unter ſolche Freuden⸗ Spiel und Ergaͤtzlichkeit gehoͤret/ Spa welche den gantzen Menſchen einnehmen/ und von allen gottſeligen heiligen and Gedancken und Wercken abfuͤhren/ davon droben bey der Frag XIV..2. ge⸗ kon

dacht/ auch das junge Volck ſich nicht ſo maͤſſiget/ daß es nicht ſoll vorher Ta und den Sonntag mehr auff ſolche Tantz⸗Luſt/ als Heiligun la genhe Aui

tags gedencken/ und deswegen das Tantzen ohne Verhinderniß der heillgten W

Ruh nicht abgehet/ ſo iſt es ſicherer und beſſer gethan/ nach Inhalt I Tarſtl. Kuchen⸗Ordnung und Necii Bächen ſoiche adieSennd, dab