98 Die fuͤnffzehende Srag
Kriegs⸗Exercitiis durch fleiſſige Ubung fertig und geſchickt machen/ daß di 4
Gott/ da ſingen undfreuen ſich mit uns dis Engel Gottes/ da iſt lauter Se; ſern gen/ Freude und liebliches Weſen/ da iſt Gottes Hauß! Ich zweiffeie auß nicht/ es werde GOtt einiger rechtſchaffenen Lehrer Hertz reſpectivè theils war
darzu erleuchtet theils noch kuͤnfftig darzu erleuchten/ antreiben und erwe, Vaͤr
cken/ auch Krafft und Geiſt geben/ daß ſie dieſes Werck mit Freuden und Ve Eiffer angreiffen und heiligſt zu Erweiſung des lebendigen hell⸗leuchtenden wan Glaubens⸗Lichts effectuiren. Dann ſo das moͤglich geweſen/ wie ich weiß Geiß daß es geſchehen iſt/ daß einige Pfarrer auff dem Land ihre Suhöee jung leiſte und alt/ und ſonderlich das Weibes⸗Volck/ darzu ruͤhmlichſt angefuͤhnt Wel und gewoͤhnet/ alleſampt zu rechter Zeit mit ihren Geſangbuͤchern bey den die Gottesdienſt zu erſcheinen/ daß ein jeder Weibs⸗Perſon/ mit den Maͤnnen— gleichſam concertirend/ abwechſels⸗weiß auß ihren Geſangbuͤchern GOl
lobet und ehret/ mit Singen und Beten/ wie ſolte dann nicht m dich eyn in der Kinderlehr und von der Cantzel Junge und Alte zu dieſer hoͤchſt.
erfreulichen Sonntags⸗Gewonheit anzufuͤhren und zuunterrichten? Nicht W zwangsweiß/ und wider der Gewiſſen Freyheiten/ ſondern alles/ bey den willigen Zuhoͤrern/ mit Luſt/ Lieb undfreymuhtigem Hertzen/ in der Freudd. die der freudige Geiſt in die Seele ſetzet. 58. Man hat geſehen/ wie weit es treue/ eifferige und Gottſelige Ses, len⸗Hirten bracht haben in dem Carechiſiren oder Catechiſmus⸗Fragen/
daß man mit ſonderbarer Luſt und Freude horet und ſiehet/ was der HErn vor gutes außrichte bey der Jugend/ ja bey Jungen und Alten/ wie die Er 5. 1. dauung in der Chriſtlichen Lehr darzu gebracht worden/ daß die Zuhoͤrn
geuͤbte Sinne haben. Kan man rohe und ohnerfahrne Soldaten in den
Officirer in der Muſterung mit Lob und Ruhm beſtehen/ und ſich uͤber di ſen!
gute Kriegs⸗Leqtionen und Ubungen erfreuen: Wie ſolte nicht dergleichen Lebe geeſchehen in geiſtlichen Ubungen/ und ſo vielmehr/ als williger iſt der G terſe der Weißheit/ der Erkaͤntniß/ der Furcht des HErnn ſeine Gaben darzurez ſind chen und mitzutheilen. Nur iſt viel an der Anfahung und guten Anſtal den⸗
gelegen/ und daß auch die weltliche Obrigkeit den Geiſtlichen die Handbi aͤ te/ gegen die muhtwillige Veraͤchter/ und daß uͤber der Faͤrſtlichen Oid⸗ nr nun ehante werde. Doch kommt das von GOtt/ und iſt ein Werck di H. 4 eſten/ daß/ wie dorten ſtehet in 1. Samuel. Xl. die Furcht des HErm ſei er das Volck komme/ und der Geiſt Gottes uber Saulen gerahte/ das iſt/ uber die von GOtt erwehlte Obrigkeit. Welches dann auch noch heut, wer geſchichet under unß Ich wil jetzo nicht ſagen/ was der greue GOu dh be
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