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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
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98 Die fuͤnffzehende Srag

Kriegs⸗Exercitiis durch fleiſſige Ubung fertig und geſchickt machen/ daß di 4

Gott/ da ſingen undfreuen ſich mit uns dis Engel Gottes/ da iſt lauter Se; ſern gen/ Freude und liebliches Weſen/ da iſt Gottes Hauß! Ich zweiffeie auß nicht/ es werde GOtt einiger rechtſchaffenen Lehrer Hertz reſpectivè theils war

darzu erleuchtet theils noch kuͤnfftig darzu erleuchten/ antreiben und erwe, Vaͤr

cken/ auch Krafft und Geiſt geben/ daß ſie dieſes Werck mit Freuden und Ve Eiffer angreiffen und heiligſt zu Erweiſung des lebendigen hell⸗leuchtenden wan Glaubens⸗Lichts effectuiren. Dann ſo das moͤglich geweſen/ wie ich weiß Geiß daß es geſchehen iſt/ daß einige Pfarrer auff dem Land ihre Suhöee jung leiſte und alt/ und ſonderlich das Weibes⸗Volck/ darzu ruͤhmlichſt angefuͤhnt Wel und gewoͤhnet/ alleſampt zu rechter Zeit mit ihren Geſangbuͤchern bey den die Gottesdienſt zu erſcheinen/ daß ein jeder Weibs⸗Perſon/ mit den Maͤnnen gleichſam concertirend/ abwechſels⸗weiß auß ihren Geſangbuͤchern GOl

lobet und ehret/ mit Singen und Beten/ wie ſolte dann nicht m dich eyn in der Kinderlehr und von der Cantzel Junge und Alte zu dieſer hoͤchſt.

erfreulichen Sonntags⸗Gewonheit anzufuͤhren und zuunterrichten? Nicht W zwangsweiß/ und wider der Gewiſſen Freyheiten/ ſondern alles/ bey den willigen Zuhoͤrern/ mit Luſt/ Lieb undfreymuhtigem Hertzen/ in der Freudd. die der freudige Geiſt in die Seele ſetzet. 58. Man hat geſehen/ wie weit es treue/ eifferige und Gottſelige Ses, len⸗Hirten bracht haben in dem Carechiſiren oder Catechiſmus⸗Fragen/

daß man mit ſonderbarer Luſt und Freude horet und ſiehet/ was der HErn vor gutes außrichte bey der Jugend/ ja bey Jungen und Alten/ wie die Er 5. 1. dauung in der Chriſtlichen Lehr darzu gebracht worden/ daß die Zuhoͤrn

geuͤbte Sinne haben. Kan man rohe und ohnerfahrne Soldaten in den

Officirer in der Muſterung mit Lob und Ruhm beſtehen/ und ſich uͤber di ſen!

gute Kriegs⸗Leqtionen und Ubungen erfreuen: Wie ſolte nicht dergleichen Lebe geeſchehen in geiſtlichen Ubungen/ und ſo vielmehr/ als williger iſt der G terſe der Weißheit/ der Erkaͤntniß/ der Furcht des HErnn ſeine Gaben darzurez ſind chen und mitzutheilen. Nur iſt viel an der Anfahung und guten Anſtal den⸗

gelegen/ und daß auch die weltliche Obrigkeit den Geiſtlichen die Handbi te/ gegen die muhtwillige Veraͤchter/ und daß uͤber der Faͤrſtlichen Oid⸗ nr nun ehante werde. Doch kommt das von GOtt/ und iſt ein Werck di H. 4 eſten/ daß/ wie dorten ſtehet in 1. Samuel. Xl. die Furcht des HErm ſei er das Volck komme/ und der Geiſt Gottes uber Saulen gerahte/ das iſt/ uber die von GOtt erwehlte Obrigkeit. Welches dann auch noch heut, wer geſchichet under unß Ich wil jetzo nicht ſagen/ was der greue GOu dh be

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