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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
Entstehung
Seite
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88 Die fuͤnffzehende Frag. die Morgenroͤht anbrach/ hoͤrte man in allen Haͤuſern die Jungg und Marhe lauter Stimm beten und allerhand geiſtliche Ln zehle ſingen. Wann die Mutter ihre Kinder flechtete und ſchmuͤckete/ men muſte das Kind ein geiſtlich Lied ſingen/ oder die Mutter feges den! den Kindern etwas fuͤr auß Gottes Wort. Das ſagt der ei i 34 Prediger auß der alten Gewonheit/ wie es gehalten vor der Predigt/ bal darauff kommt Er auff das/ was in der Kirchen und bey der Predigtwen beobachtet worden. Und ſpricht ferner: Wann unſere Vorfahren in Feye die Kirche kamen/ ſielen ſie auff ihre Knie/ beteten mit Thraͤnen/ und fiengen darauff an die Kirchen/ Lieder mit Andacht zuſingen/ und Muͤ

wann der Prediger auff die Cantzel trat/ ſo hoͤrten ſie zu wie di 4 Falcken/ und giengen nicht auß der Kirchen wieder herauß/ biß de/ i daß der Segen geſprochen war. Und dieſes Prieſterlichen/ oder te ar vielmehr goͤttlichen Segens/ troͤſteten ſie ſich die gantze Wochen tes über. Wann der Prieſtet ſagte: Der HᷣERR ſegne dich und be bey⸗ hute dich/ ſo nahmen ſie Ihm dieſe Wort auß dem Munde und zum ſagten: Der HᷣᷓErr ſegne mich und behuͤte mich ꝛc. Nun kommt frag noch weiter/ was die Eltern nach gehaltener Predigt mit ihren Kindern zu zittzo thun ſchuldig ſind und gethan haben. Er ſpricht: Nach gehaltener Pre abg digt begehrten ſie von ihren Kindern und Geſind zu wiſſen/ was gen ſie in der Kirchen gehoͤrt und behalten haben. Iſt ja eben das/ was gan in unſerm Furſtl. Edic enthalten und zu thun befohlen wird/ und ſolches Leid nicht erneuerlich/ fundenn ſchon auß dem alten Fuͤrſtl. Edict von anno 32

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welches zweiffels frey mehrbelobter D. Schupp in Heſſen/ als in ſeinem d Vatterland und zu ſelbiger Zeit lebend und dem Stuͤdiren ergebend/ wird ſel Publicirt, gehoͤrt/ und hernach im Truck/ in der Hampeliſchen Trucker Sch tepetirt, geleſen haben. 1 iina 6. 6. Gleiche Andacht hat der diſcretus Catholicus catholicè bemer, ner cket und gelobet an zweyen jungen Reichs⸗Prinzen/ welche ſich an.38. und z9. Whu Genff auffgehalten/ deren einer Evangeliſch⸗Lutheriſch/ der ander Refor, d mirter Religion beygethan/ welche beyde/ ob ſie ſchon nicht beyeinander ge 5 d e

wohnet/ gleichwohl den gantzen Sonntag uͤber groſſe Andacht von ſich ſe ¹ hen laſſen/ von Morgen an biß zu Abend die gantze Dneheconſih mit 1 nichts anders als mit ſingen/ beten/ leſen in der Bibel und andern geiſtlichen Liee 4 Andachts⸗Buͤchern zubracht/ ohne daß ſie gegen Abend ein promenade, wit E 9 Er redt/ zu Juß vor das Thor gethan zur recreation, p. 43. und wuͤnſchet/ d

daß dergſeichenim Pabſtthumgeſchehe/ an ſtatt der Spielen/ Gaſtereyen/ So Wollerey/ und dergleichen ungeziemenden Dingen. p. 42.§.7. Wer