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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
Entstehung
Seite
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Die fuͤnffzehende Frag. 0

1 hmten frommen Theologen/ zeitigen hochbeliebten Ober Hoff⸗ Predi⸗

ern zu Dreßden/ Herrn D. Spenern laſſen reden/ der in der Fpan et:

hüſchen Erklaͤrung uͤber Domin. XVII. p. Trin. p. 68. ſo lehrt und predig

on Doch ſoll ſolche Schuldigkeit des Vermahnens/ Troͤſtens/ Straf⸗

ffens und Unterrichtens nicht bloß den Predigern heimgewieſen

che werden. Sondern andere ſind eben ſo wohl darzu verbunden.

k Benemsen und Hauß/ Müůtter ſdllen auch auff dieſe Weiß den

Sabbath heiligen/ daß ſie ihre Kinder und Geſinde mit NB. Wie⸗

kens derholung/ Vorleſung/ Befragung/ ꝛc. zu erbauen ſuchen. Derglei⸗ i, chen findet man beym Chryſoſtomo Homil. 5. in Matth. und andern Theolo⸗

ts, gen/ als bey D. Danhavv in angezogenem Ort p./41. D.Oſiand. Theol. Moral.

—.405. bey D. Muͤllern in ſeiner Poſtill p. 076 bey dem gottſeligen erman. ſ uͤber beſagte Evangelium p. 65z. und ſonſten: Daß demnach auch hierin⸗ ne nen unſer

e dern wohlverdienten Theologis, und wird auch gar bey den Papiſten/ wie

uͤrſtl Edict gantz Chriſtlich undgottſelig redet mit dieſen und an⸗

en denn Zudovicns Granatenſs in ſeinem Catech. p. 230. ſolches lehret/ gleichmaͤſ⸗ den liges befohlen/ und der alſo genante diſcrerus Catholicus erkennt/ welcher

ein Fuͤrſt in Heſſen iſt/ der nicht wil benamt ſeyn/ in ſeinem extract p.41. F.. Hier kan ich nicht vorbey/ auß der gottſeligen Predigt D. Balcha- xn, ler Schuppens/ einige hierzu gehoͤrige Wort anzufuͤhren/ zumahl darin⸗

uns nen/ da Er ſich auff die alte Jeyer⸗Gewonheit beziehet/ und in Heſſen/ ja

mhier in dieſer Stadt geboren und erzogen/ daſelbſten ſeine Studia Theologi-

„ ca von den alten beruͤhmten Theologis gefaſt/ und/ ſo viel dieſe Materien

3 betriff/ ſo nachtruͤcklich und eifferig an Tag legt/ daß auch die Reformirten abl ſolche Predigt vor eine bewegliche/ gottſelige und reine Lehr⸗Predigt ach⸗ 3 E und ruͤhmen/ wie D. Andreas Eſenius ſolche in ſeiner Diſſertation vom

abbath p. 281. einfuͤhret/ und p. 287. nach angefuͤhrter Lehr hinzu ſetzet:

an Sic ille in Keipſe atheticd,orthodorè piè. Die Worte des Herrn D Schup⸗ pens hieher geh

rige/ lauten alſo: Wann vor Zeiten der Sonntag

bey kam/ und zur Veſper gelaͤutet wurde/ ſo wurden alle Kraͤ

e wohl ruhen/uud morgen liſtis ſemn dein Wort zu hoͤren Wamn

5 laden/ alle Werckſtaͤtt/ zugeſchloſſen Die Eltern ſagten zu ihren

Kindern: Liebe Kinder/ raͤumet auff/ nicht allein im Hauſe/ ſon⸗

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