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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
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28 Die vierte Frag.

Feyertag auffgehoben/ ſo iſt das Gebott auffgehoben. So moͤchte jemand Se

Ehr und Autoritaͤt Gottes/ der daſpricht: Ich bin der HErr dein GOtt; Be Du ſolt den Feyertag heiligen/ der iſt allem der HErr des Sabbaths/ G64 und weiß die Schrifft von keinem andern Geſetz⸗Geber/ Jac. V. z. Auch die uhralte Apoſtoliſche Catholiſche Kirche nicht. Wir wiſſen gar wohl Es

den Unterſcheid vom Wochentlichen Sabbath ſelbſten/ und dem Tag des ode

Sabbaths/ und daß ſie ſagen/ dieſer ſey von Menſchen im N. Teſt. Jener ver von GOtt verordnet/ wir geſtehen auch gern/ daß jetzo die Frag allein ſey bat von Enderung des Tages/ allein es iſt doch auff ſolche Weiß die Hoheit des ewi Gebotts von dem Feyer und Sabbath ſelbſten mit eingeflochten und vom Gegentheil gekraͤncket/ dieweil man in der Chriſtenheit von keinem andern an. Wochentlichen Sabbath und Feyer weiß/ als der auff den Sonntag ge⸗ bey leget worden. Iſt nun dieſer unſer Sonntaͤgliche Feyer⸗Tag nicht goͤtt, bat lich eingeſetzet/ und auch kein anderer von GOtt beſtimmt/ ſo vergehet 6 pd der gantze wochentliche Sabbath/ und verlieret das Goͤttliche Moral⸗Geſetz gen der zehen Gebotten auff ſolche Weiß folglich eines von der erſten und vor⸗ den

nehmſten Tafel/ als welches Gebott/ und bekantlich das dritte/ den wochen⸗ So

lichen Sabbath der gantzen Welt zu heiligen anbefiehlet. Iſt aber dieſer D

auß dieſer Meynung in dergleichen Gedancken gefuͤhret werden; und weiter ſere gefaͤhrlich und nachtheilig der Heiligung des Sabbaths ſelbſten/ dann we ſo moͤchten die Libertiner und alle boͤſe rohe Welt⸗Kinder den Schluß ma⸗. chen/ kommt der Sonntag von Menſchen her/ ſo iſt wenig daran gelegen/ uͤb ob man denſelben heilig halte oder nicht? So mag ich denſelben Tag zu meiner Luſt/ beliebter Freyheit und Willen brauchen/ wie es mir gefaͤllig iſ/ cher weil es nur ein Menſchen⸗Gebott iſt/ ſo wird es GOtt nicht hoch achten/ ren Chriſtus hette uns nach dieſer Meynung von dem Sabbath befreyet/ den Ge Judiſchen Sabbath⸗Tag auffgehoben/ und keinen andern weder immedia. geh eein ſeiner Perſon ſelbſten/ noch wediatè durch die Apoſteln verordnet/ ſo die ſeyen wir in Haltung des Menſchlichen Sabbaths im Gewiſſen ſo hoch und nicht verbunden. So mag man folglich in die Kirche gehen oder nicht/ i der offentlichen Verſamlung der Chriſten erſcheinen oder nicht/ und dann Arbeiten/ Eſſen und Trincken/ Hochzeit und Kirmeſſen/ Taͤntz und allerlen Ergetzlichkeit anſtellen wie man wil/ weil 65Ott keine Ruh⸗und Feyertag

im N. T. befohlen. Sagt man ſchon die Obrigkeit/ die Keyſer/ die Kicht/ Ge und dond öehrer, haͤtten doch den Sonntag zu feyren bafs en und verord⸗ Ta net/ ſo bleibt bey ſolchen Menſchen doch immer der Zweiffel/ Warum es un

Scꝛs nicht befohlen? Undobeeine Menſchliche Ordnung hne Sonn