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28 Die vierte Frag.
Feyertag auffgehoben/ ſo iſt das Gebott auffgehoben. So moͤchte jemand Se
Ehr und Autoritaͤt Gottes/ der daſpricht: Ich bin der HErr dein GOtt; Be Du ſolt den Feyertag heiligen/ der iſt allem der HErr des Sabbaths/ G64 und weiß die Schrifft von keinem andern Geſetz⸗Geber/ Jac. V. z. Auch die uhralte Apoſtoliſche Catholiſche Kirche nicht. Wir wiſſen gar wohl Es
den Unterſcheid vom Wochentlichen Sabbath ſelbſten/ und dem Tag des ode
Sabbaths/ und daß ſie ſagen/ dieſer ſey von Menſchen im N. Teſt. Jener ver von GOtt verordnet/ wir geſtehen auch gern/ daß jetzo die Frag allein ſey bat von Enderung des Tages/ allein es iſt doch auff ſolche Weiß die Hoheit des ewi Gebotts von dem Feyer und Sabbath ſelbſten mit eingeflochten und vom Gegentheil gekraͤncket/ dieweil man in der Chriſtenheit von keinem andern an. Wochentlichen Sabbath und Feyer weiß/ als der auff den Sonntag ge⸗ bey leget worden. Iſt nun dieſer unſer Sonntaͤgliche Feyer⸗Tag nicht goͤtt, bat lich eingeſetzet/ und auch kein anderer von GOtt beſtimmt/ ſo vergehet 6 pd der gantze wochentliche Sabbath/ und verlieret das Goͤttliche Moral⸗Geſetz gen der zehen Gebotten auff ſolche Weiß folglich eines von der erſten und vor⸗ den
nehmſten Tafel/ als welches Gebott/ und bekantlich das dritte/ den wochen⸗ So
lichen Sabbath der gantzen Welt zu heiligen anbefiehlet. Iſt aber dieſer D
auß dieſer Meynung in dergleichen Gedancken gefuͤhret werden; und weiter ſere gefaͤhrlich und nachtheilig der Heiligung des Sabbaths ſelbſten/ dann we ſo moͤchten die Libertiner und alle boͤſe rohe Welt⸗Kinder den Schluß ma⸗. chen/ kommt der Sonntag von Menſchen her/ ſo iſt wenig daran gelegen/ uͤb ob man denſelben heilig halte oder nicht? So mag ich denſelben Tag zu meiner Luſt/ beliebter Freyheit und Willen brauchen/ wie es mir gefaͤllig iſ/ cher weil es nur ein Menſchen⸗Gebott iſt/ ſo wird es GOtt nicht hoch achten/ ren Chriſtus hette uns nach dieſer Meynung von dem Sabbath befreyet/ den Ge Judiſchen Sabbath⸗Tag auffgehoben/ und keinen andern weder immedia. geh eein ſeiner Perſon ſelbſten/ noch wediatè durch die Apoſteln verordnet/ ſo die ſeyen wir in Haltung des Menſchlichen Sabbaths im Gewiſſen ſo hoch und nicht verbunden. So mag man folglich in die Kirche gehen oder nicht/ i der offentlichen Verſamlung der Chriſten erſcheinen oder nicht/ und dann Arbeiten/ Eſſen und Trincken/ Hochzeit und Kirmeſſen/ Taͤntz und allerlen Ergetzlichkeit anſtellen wie man wil/ weil 65Ott keine Ruh⸗und Feyertag
im N. T. befohlen. Sagt man ſchon die Obrigkeit/ die Keyſer/ die Kicht/ Ge und dond öehrer, haͤtten doch den Sonntag zu feyren bafs en und verord⸗ Ta net/ ſo bleibt bey ſolchen Menſchen doch immer der Zweiffel/ Warum es un
Scꝛs nicht befohlen? Undobeeine Menſchliche Ordnung hne Sonn


