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Alte Hessische Glaubens-Lehr : In zwantzig Theologischen Gewissens-Fragen Vom Sontags-Feyer Nach Anleitung zweyer Fürstlichen Hessen-Darmstättischen Außschreiben und Edicten, Als eines, so ... Elisabetha Dorothea, Landgräfin zu Hessen .. Von besserer Feyer des Sontags, Anno 1687 den 1. Junii erneuert und publicirt, und alle Jahr auff den XVII. Sonntag nach Trinitatis von den Cantzeln abzulesen, gn. befohlen; Und des andern, welches ... Georg der II. Landgraff zu Hessen ... Von den also genanten garstigen Schabbaths-Mägden Anno 1639 ... außgeschrieben / Auffgesetzet von Kilian Rudrauffen ...
Entstehung
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9. in ipſa mundi creatione Sabbathum fuerit à Deo ſantificatum, ideo recor- m aandi verbo memoria illius rei quaſi renovatur. Weil der Sabbath gleich as Anfangs in der Welt Schoͤpffung von GOtt geheiliget/ ſo wird ſolches da⸗ mit dem Wort/ Gedencke/ erinnert; und damit man nicht ſage/ ein an⸗ ich d ders ſey heiligen/ ein anders verordnen/ GOtt habe den Sabbath geheili⸗ in get gleich Anfangs/ aber nicht verordnet; So ſpricht er an eben älcem nd DOrt§. 123. die Moſaiſche Erklaͤrung erinnert und verweiſet uns auff Got⸗ gen tes Exempel und erſte Einſetzung und Verordnung/ ſo dann wieder on p. 140.§. 31. Non dicitur hominis ſed DEl Sabbathum, quia ab ipſo eſt in- ge, Kitutum tum quia in prima ſtatim creatione eſt celebratum. Wenn iſt er a⸗ lck ber anfaͤnglich ver wie undengeſtst Da Er innerhalb 6. Tagen ec gleich ken darauff§.125. erklaͤret Er/ wie GOtt den Sabbath geheiliget/ nemlich/ daß KEEsr ſelbigen zu ſeinem Dienſt verordnet/ Deus ſanetiticat illud h. e. cultui 22. Alvino Thata p. 137. daß alſo das widrige Vorgeben von dieſem hochver⸗ 5, dienten Mann gantz falſch iſt. Ge⸗. 7. Wenn aber Tertuallianus, uſtinus, renaus, und andere von den alten nel. Vaͤttern/ und Kirchen⸗Lehrern gedencken/ daß der Sabbath mit Moſe an⸗ . gefangen/ ſo reden ſie von dem Moſaiſchen Juden⸗Sabbath/ in ſeinen ge⸗ e wiſſen Levitiſchen und Juͤdiſchen Ceremonien/ und harten Dienſtbarkeiten/ 12. nicht aber von dem Sabbath/ wie er von Anfang der Welt gleich auſſer ſol⸗ .1. cher Dienſtbarkeit iſt angeſetzet worden/ dann ja Terꝛulliames nicht nur der ſeh Juden Meinung erzehlet/ daß der Sabbath gleich von Anfang à primor- Bi⸗ Ao von GOtt geheiliget und verordnet/ l. V. adv. Judæos ſondern auch in dgt ſeiner eigenen Meinung und Lehre/ ſpricht er 1. V. ady. Mateion. c. 12. daß A. Chriſtus den Sabbath/ welchen der Vatter habe anfaͤnglich geſegnet/ dr. durch ſeine Gutthaͤtigkeit heiliger gemaccht. Be. 5.8. Iſt nun der Sabbath von Anfang geweſen/ und auch im Stand nen der Vollkommenheit gleich mit der Erſchaffung des Menſchen/ und alſo mit lich der Menſchlichen Natur angefangen/ ſo iſt und bleibt es irrig und falſch/ r vann die Menniſten im Niederland/ die Socinianer und andere lehren ge. und vorgeben/ es ſey das Gebott vom Sabbath allererſt durch Moſen ge⸗ . Tben⸗ und ſey ein bloſſes Juͤdiſches Ceremonial⸗Geſetz/ wit auch einer von tus den Reformirten Nahmens Thomas Brodaus in ſeinem Practat vom Sab⸗ . bath c. 2. vorgibt/ es ſey ſolches Gebott/ welches er nach ſeiner bekandten än⸗ Drdnung das vierte im Lehr⸗Geſetz nennet, nicht ein ewig verbindlich Ge⸗ ein⸗ ſttz/ ein Morale, ſondern ein Ceremoniale. Es iſt/ wie geſagt/ bloſſer Ding dum wider Gottes Wort/ was die droben hdefhe Goſgariſten, Payſſet