Vem Freyen Willen. 145
als/ auff dem Acker zu Arbeyten oder nicht/ ein Kleyd an oder auß zichen zu bawen/ ein Weib zu nemen/ ein Handwerck zu treiben/ dund dergleichen etwas nutz⸗ Urhes vnd guts zuthun welches alles dothohne Gott nicht iſt/ noch beſtehet/ ſondern alles auß jhm/ vnnd durch jhuiſt: Dargegen kan der Menſch auch boͤſes auß eygner wahl furuemen/ als fuͤr einen Abgott ni⸗ derknien ein Todtſchlag zuchunſac. Es werd im erſien thoylein vnderſcheyd geſetzt/ zzwiſchenden Feuigen Szehen/ in welchen der Menſchliche Will ſich zu vben pflegt vnd beſahet/ daß er ſeine Freyhet habe in euſſerlichen dingeu/ ſo der Vernunfft vnterthan: mit nichten aber auch in Geyſilichen Sachen. Im andern theyl werden die Pelagnner verdampt/ welche die Natur gar zu hoch erhaben/ vnd dannenhers Feinde der Gnaden Goltes genennet werden. 1n,
4 Swingliſche Gegeulehr.— . Dieſen Artieul fechten die Calviniſten gar auff vnder⸗ ſchiedene weiſe an. Erſtlich, in dem ſie lehren Ves geſchehen alle ding nothwendiglich/ durch den vnwandelbaren Rahtſchlag Czortes: All⸗ deeweil Goltes Will ſeye die rechte Regul vnd Vrſach aller dinge. Dohery ſie auch die vorſchung Gottes! darinnen er alle ding von ewigkeit her weyß/ ſihet/ vnnd verordnet eine Vrſach neimen alle deſſen/ das Gott zuvor gewußt hat. Beſihe Calvinum inſt. lib.x. G16. SE 17.I. 2. c. Bezam volum.i. Theol p. 417.& Reſponſ. z. ad Colloq. Mompelg. pag. 15§ 2.& lo—†. Toſſanus contta D. Hannium ſchreibt/ e glaube vnd lehre/ daß alie ding nothwendig⸗ 48 geſchehen/ wann man den vorgehenden Willen vnd den Goͤtt⸗ lichen vnnd vnwandelbaren raht deß Willens anſche/ welcherꝛucht ſehlen/ oder zu nicht gemacht werden koͤnne. Bucanus loco 14. p. 133. prichtſes koͤnne nichts geſchehen/ es habe es daim Gott beſchloſ⸗
T ſen/
& Cerung


