36 Fuͤnffzehender Artirul Anatomia zu Marpurg ſolchen ehren Namen vnſern Kirchen bey⸗ fuͤgte/ pag. 2. d. 84.· vnd dannenher/ den Chriſilichen Leſer ſchlieſſen heyſſet/ ob manin vnſern Kirchen nunmehr mit guteni Gewiſſen Communieirn koͤnne/ pag. 15 7.&c. Diewell aber von dieſer gantzen ſachen newlicher zeit ein außführlicher Bericht gethan/ woͤllen wir hiemit den Gottſeligen Leſer daſelbſt hin/ geliebter küͤrtz wegen/ jett ewieſen haben. Bñ dieſen Articul beſchlieſſen mit der beſchreibung udoyici Lavatheri, wie zu Zuͤrich das Zwingliſche Abendtmat gehalten werdel in opuſculo deritibus& inſtiturxis Ecclefie Ti⸗ gurinæ, fol. 3. Nach dem Gebetz ſprichter/ wirt das Abendmal al⸗ ſo gehalten. Jeſus in der Nacht da er verrahten ward zum todt/ nam
er das Brot hie nimbt der Prediger vngeſewert Prot in die Hend)
vnd als er gedancket brach ers vnd ſprach: Nemetfeſſet/ das iſt mein Leib der fuͤr euch gegeben wirt. Das thut zu meinem Gedaͤchtnuß: hie reychet zugleich der Prediger den Dienern/ die zur Rechten vnd zur Lincken ſtehen das Brodt/ welche es ehrerbietig empfangen vnd denen die bey dem Tiſch ſiehen/ vberꝛeychen.) Deßgteichen nach dem Abendtmal/ nam er auch das Trinckgeſchirꝛ hie nunbt der Prediger das Trinckgeſchirꝛ in die Handt/ dancket vnnd ſprach Trincket alle darauß/ da reychet er zugleich dz Trinckgeſchirꝛ dem Diener zur Rechten/ der reychet es fortan den beyſtehenden: Dieſer Kelch iſt das Newe Teſtament in meinem Blutſꝛc. Darnach ſo
tragen die Diener das Ohngeſewertebrot in Koͤrbt/ durch die gantze
Kirch/ vnd nimbt ein jeder mit ſeiner Hand ein ſtuͤck von dem vber⸗ reychten Brodt/ vnd gibt das vbrige theyl dem/ der zunechſt an jhm ſitzet. Darauff folgen die andern Bieher mit Trinckgeſchirren/ vnd Kanten/ vnnd reychet je einer dem andern das Trinckgeſchirꝛ deß Herꝛn: Vud genieſſen alſo alle venAenerah vnd von einem Trinckgeſchirꝛ. Bald hernach. In denen Pfarꝛen deß Zuͤrchiſchen
P Gebiets/ da keine Diaconi, erzehlen die Prediger diß alles allein.
Darnach ein jeglicher/ der Communiciren wil/ gehet zu dem Tiſch⸗/ ſo in der Kirchen geſetzt/ Erſtlich die Menner/ darnach die Weiber: vnd


