Teil eines Werkes 
Erster Theyl (1613)
Entstehung
Seite
279
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Erſter Thehl.

dieſeb, 3 ben wirdt /2. Timoth. 4. Dar fromme Hiob ſinget vns auch

bekend⸗ edt vnnd Vaͤtter· ns Bruͤ⸗ fareſeyn . rnoͤliges dapiſten n Gott ſondemn wor hal⸗ EAAN David n koͤnne iret der Galata hſelb⸗ abeti⸗ fffvol⸗ rthiſt eſche terge⸗ ben

hiervon ein Geyſtreiches Liedlein: Ich weyß/ ſpricht er/ daß MEIN Erloͤſer lebt/ vnnd er wirdt mich hernacher auß der Erden aufferwecken/ vnnd werde darnach mit dieſer NEINER Haut vmbgeben werden/ werde in NENEðN Fleyſch Gott ſehen denſelben werde ich NIRſehen/ vnnd REINE Augen wer⸗

den jhn ſchawen/ vnnd kein Frembder/ Cap.).

Darauß dann auch erſcheinet/ wie groͤblich jrꝛe der eſuit Bellarminus, wann er von Schwarm⸗Geyſt getrieben/ ſchrei⸗ bet/ fidem eſſe ignorantiam, der Seligmachende Glaube ſey viel mehr eine vnwiſſenheit. O weñ dem alſo were/ ſo wuͤrde David ſo getroſt ſeine Seele/ die Seel welche ſeine Feinde ſo ſehr geengſti⸗ get hetten/ G OTtnit ſo hertzlich vnnd emſiglich befohlen haben/ Erals ein Vbelgeplagter Mann/ wuͤrde ſich auff ſeine warheit vnnd trew nicht ſo Starck geſtaͤnet vnnd geſteuwret haben. Will

jetzo nicht ſagen/ daß der Glaube in heiliger Schrifft ein Wiſſen⸗ ſchafft/ ein Liecht/ einErkantnus/ eine Weißheit/ gene⸗

net wird: Credens ſcit ſe credere, ſpricht Auguſtinus, wer da

glaubet/ der weyß auch daß er glaubet.

Zum dritten/ haben wir in dieſem Todten Gebet einen

gewiſſen Grundt vnd Zeugnis/ dz die Seel vnſterblich ſey/ daß die

Seel/ à cuius ſalute corporis ſalus pendet, an welcher Selig⸗ keit deß Leibes Seligkeit verknuͤpffet iſt/ wie Bernhardus redet

((erm. 6 de advent. Domini nicht außgehe wie ein loͤder Aſche/ nicht dahin fladdere wie ein oͤder vnnd duͤnner indt/ Sapient. 2. ſed cum corpore abeat, non autem

cum corpore obeat.auß dem Leib zwar fahre/ aber nicht mit d dm

Nn 2 Leib