Teil eines Werkes 
Erster Theyl (1613)
Entstehung
Seite
249
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Aren den Kin⸗ vnsvn. darinen nd denn Itzliebes der ſeim aner ge⸗

tezeit leichet moder altelch⸗ ndt der welbe

ſondern ſſedem Vnruh.

Nenſch⸗

swort⸗ Itatlé, ſaͤmer⸗ enſch ſegar dwann ani⸗ jehet neunet

ſih

weiſen.

Erſter Theyl. 149

ſich deß Menſchen Sohn/ ſeine groͤſte vnnd aller tieffeſte

Ernidrigung damit anzuzeygen: Dann die jenigen/ welche vor⸗

nehmer Ankunfft/ in groͤſten Digniteten Wuͤrden ſeyn vor der

Weldt/ werden in der heiligen Hebraiſchen Sprach genennet filii viri, Kinder oder Soͤhne eines Mañs: Hergegen/ welche ſchlecht/ veracht/ vnnd gering ſeyn/ heyſſen filii hominum, Kinder oder Sohne der Menſchẽ/ welches vnvonnoͤten iſt mit Exempeln zu be⸗

Dieſer Menſch vom Weibe geboren lebet ein kurtzze zeit. Es iſt nur vmb ein vmbſehens zuthun/ ſo kompt der Todt mit ſchnellen Fuß/ truͤcket jhm die Hirnſchaͤdel ein/ vnnd reiſſet jhn auß dem Landt der Lebendigen.

Eyſprichſtu: Adam lebte 930. Jahr/ heyſt das ein kurtze Zeit? Mathuſalem lebte9 69. Jahr/ heyſt das ein faehe Hai 2 La⸗ mech/ der zum Erſten die polygamam vnnd Lahme Ehe ange⸗ ngen lebte ſiebenhundert vnnd 77. Jahr/ heyſt das ein kurtze

eit e Darauff geben wir zur Antwort: Nicht ohn iſt es/ die Ert⸗

vaͤtter vor der Suͤndflut haben nicht ſo eine furtze Zeit gelebet

vnnd haben jhres langen lebens vnderſchiedene gehabt/ vnder welchen dieſe die vornembſie ſein. Die erſte iſt geweſen Got⸗ tes mildtreicher Segen. Dann wer anders als er iſt vnſer leben/

vnnd vnſer Tage lenge? Er hat ein langes leben ſeinem vor⸗ nembſten Segen vnd Ehrenlohn ſein woͤllen/ wie zuſehen Deuter. 11. Exod. 20. die uder iſt geweſen⸗earia, das herꝛliche Tempe- rament, daß alle humores oder feuchtigkeiten/ in welchen das lebẽ mehrer theyls beſtehet/ wie Ariſtoteles lehret in ſeinem Buͤchlein de longitudine& brevitate vitæ, gant freundtlich haben zu⸗ ſamen gehalten/ vnd keine der andern zuwider geweſen iſt/ daß man davonmit Ovidio nicht hatt ſagen konnen.

14, Fri-