Teil eines Werkes 
Erster Theyl (1613)
Entstehung
Seite
197
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Erſter Theyl. 97 rucke. Im Buch der Weißheit Cap. 2. ſyrechen die Venus vnnd Bachuskinder alſo: Vol her laßtt vns wol leben/ weils da iſt/ vnnd vnſers Leibs gebrauchen/ weil er jung iſt:wir woͤllen vns mit dem beſten Wein vnd Salben fuͤllen: Laßt vns die Neyenblummen nicht verſeumen: Laßt ons Kraͤntz tragen von jungen Roſen/ ehe ſie welck werden/ vnſer keiner laß jhm fehlen mit Prangen/ daß man allenthalben ſpuͤren moͤge/ wo wir froͤlich geweſen ſeyn/ wir haben doch nichts mehr darvon dann das. Laſſet vns den armen Gerechten vberwel⸗ tigen/ vnnd keiner Witwen noch alten Nannes ſcho⸗ nen: Laßt vns der alten Greiſſen Straff nicht ach⸗ ten/ was wir thun koͤnnen/ das ſoll recht ſeyn. Dann wer nicht thun kan/ was jhn gelaſtet/ der gilt nichts. Aber was ſaget der Geyſt G Ottes darauff⸗ Solches ſchla⸗ gen ſie an vnnd fehlen: jhre Boßheit hat ſie geblendet/ das ſie G OT Tés heymliches Gericht nicht erken⸗ nen. Wann Julianus der Mammeluck in dem Erſten Bad were erſaͤuffet worden/ ſo hetten Gregorius Magnus vnnd Nazianze- nus vber fhn nicht dieſes Klaggeſchrey fuͤhren doͤrffen O qualem peſtem Eccleſia nutrit! Owas vor einen durchdeuffelten Vn⸗ gluͤck⸗ſtifftenden Buben zeucht die Kirch in jhrem Schoß auff 5. Wil G Ott allen jungen Leuten damit das Creatur liebende Hertz benemen/ darmit ſie nicht ſich allzuſehr an das Zeitliche hen⸗ cken/ vnd das Ewige Gut/ welches allein macht rechten Mut/ hin⸗

dan ſetzen. Daher exclamiret der alte Bernhardus: O munde im- munde, ſi brevitertranſiens ſic me tenes, quid faceres, ſi per-

maneres? O du ſchnoͤde vnnd bloͤde Welt/ helſtu mich ſo hart/ Bb 3 da

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