2— 162 Gießiſcher Leichpredigten ohnermaͤßlich/ vnnd ſolche heilſame werck/ dardurch wir erloſet/ ge⸗ reaihnaihen verſuͤhnet/ lebendig vnnd ſelig gemacht werden In welchen wercken ein ſede Natur das ihre thut/ aber nach der Re⸗ gul deß Conoilii Chalcedonenfis cum eommunione alteri- us naturæ, das iſt/ mit gemeinſchafft d andern Natur/ darvon zur andern zeit ferꝛner bericht geſchicht. n Zum dritten muͤſſen wir aber auch lernen wie die Reinigung von allen Suͤnden/ ſo durch das Blut Jeſu Chriſti deß Sohns
Gottes geſchicht/ vns zu geei en/ vñ wie wir derſeben ver⸗ ſichert werden. Das geſchicht durch die Beſprengung an den Po⸗ /in vnſerer Hertzen. Dann erſtlich wird dieſe guthat/ nemblich die Reinigung von Suͤnden durch das H Evangelium allen Men⸗ ſchen angebotten/ vnd wird auch der H. Geyſi/ der durch dz Blut⸗ vergieſſung Chriſti erlanget iſt/ in vnſere Nertzen gegeben/ der zuͤn⸗ det dann den Glauben an/ dardurch wir dieſe ſo groſſe wolthat deß Sohns Gottes ergreiffen vnd annehmen. Dañ durch den glauben werden die Hertzen gereiniget/ Act.is. Alſo iſt das wort deß A Evangelij
541 rleieh das Becken Da⸗ rin vns Cᷣ Riſti 5 n aber der glaube an Co niſtum eſum iſt ſo zureden der Nopen ſirauch/ dardurch die Poſten vn⸗ ſerer Hertzen angeſprengt vnd geſirichen/ vnnd vnſer Gewiſſen al⸗ ſo von todten wercken gereiniget werden. Wann nun ein Menſch hoͤret das wort deß Evangelii/ das vnſer HE R Chriſtus ſein Blut am Stam deß Creutzes fur alle Menſchen Suͤnde vergoſ⸗ ſen habe/ vnnd glaubt von Hertzen/ daß dieſe wolthat auch jhm gel⸗ te/ daß C niſtus ſeine Suͤnde/ ſo vielauch derſelben ſein moͤgen/ mit ſeinem Blut außgetilget vnnd abgewaſchen/ daß ſie jhm nicht mehr ſollen zugerechnet werden/ ſondern ſey fuͤr GOTt jetzo rein/ vnnd erloͤſet von aller ſtraff der Suͤnden/ ſo iſt er jetzo in ſeinem Ge⸗ wiſſen wol zu frieden/ ſo hat der Teuffel kein Anſpruch zu jhm. Alſo werden die Hertzen durch das Blut C Riſti gereiniget/ vnnd Eerden gereiniget durch den glauben/ der dieſe guthat ergreifft unn annim


