Cellini ist eine besonders für rauhe Gebirgslagen passende Sorte. Im bayerischen Hoch-— lande, im Erzgebirge und in den Thüringer Bergen trifft man ihn häufig an. Er ist bei den Besitzern kleiner Gärten äußerst beliebt, weil er im Ertrage sehr selten aussetzt.
In der Blüte ist er unempfindlich, die Blüte beginnt früh und dauert lange, sie wird auch von ungünstigem Wetter wenig beeinflußt und bringt selbst dann noch Ernten, wenn andere Sorten vom Frost zerstört werden.
Das Laub ist ziemlich groß und spitz, gelblichgrün gefärbt und unregelmäßig gezahnt. Die Knospen sind groß und dick und stark wellig.
Schlechte Eigenschaften.
Von vielen Seiten aus dem Kreise unserer Mitarbeiter ist die Beobachtung gemacht worden, daß Obstmaden die Früchte des Cellini besonders arg heimsuchen.
In geschlossenen Lagen tritt auch das Fusicladium und die Moniliakrankheit bei dieser Sorte vielfach auf.
Als größter Fehler ist aber das außerordentlich starke Faulen der Frucht auf dem Baum anzusehen. Das nimmt mitunter solche Ausdehnung an, daß man manchmal kaum gesunde Früchte bei der Ernte erhält.


