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Sorte dort beigemessen wird. 194— 245 m über dem Meeresspiegel, geschützte Lage und ein mit Muschelkalk reich durchsetzter Lehmboden sind die Vorbedingungen für ihr üppiges Gedeihen; sie erreicht dort ein Alter von 80— 100 Jahren. Sie ist mehr für Höhenlagen als für die Ebene zu empfehlen. Aber auch sonst scheint die Türkine an die Lage- und die Boden- verhältnisse besondere Ansprüche zu stellen, denn sie hat sich in anderen Gegenden nicht so bewährt. In dem kalkarmen Diemitzer Boden z. B. hat sie keine ihrer im Gotha'schen mit Recht gerühmten Eigenschaften beibehalten.
Ihre Tragbarkeit ist sehr groß, aber ihre Blüte ist empfindlich und sie setzt ihre Ernte in-— folgedessen öfter aus.
Die Blüte ist flattrig, der Blütenstand locker, sie blüht als eine der ersten im ganzen Kirschsortiment. Auffallend ist es, daß bei ihr, und zwar in einem Maße wie bei keiner anderen Sorte die Blätter vor der Blüte erscheinen, so daß trotz des blühenden Baumes von der Blüten-— pracht nicht viel zu sehen ist. An dieser Eigenschaft kann man die Sorte beim Beginn ihrer Knospenentfaltung mit Sicherheit erkennen.
Das Laub hat eine hellgrüne Farbe, die Blätter haben eine wagerechte, flache Stellung und sind unregelmäßig aber scharf gezahnt.
Schlechte Eigenschaften.
Die Empfindlichkeit der Frucht beim Versand begrenzt ihren Anbau auf die Nähe der Ab-
satzgebiete. Zu ihrem guten Gedeihen verlangt die Türkine geeigneten, d. h. kalkreichen Kirschenboden.


