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Die große, lachende Frucht spricht allgemein an, und wer Gelegenheit hatte, an ihrem Heimats- orte die köstliche Frucht zu genießen, der wird ihres Lobes voll sein und wünschen, sie auch für sich in seinem Garten zu besitzen. Infolge der zarten Haut und des weichen Fleisches leidet die Türkine bei Sturm und Regenwetter, und sie muß deshalb auch, um bei weitem Versand frei von Druckflecken zu bleiben, vor ihrer Vollreife versandt werden.
Die Frucht ist nur zum Rohgenuß bestimmt, zur Verarbeitung in Konservenfabriken ist sie nicht geeignet, weil das Fleisch zu weich und zu saftig ist.
Eigenschaften des Baumes.
Die Türkine ist eine der am stärksten wachsenden Kirschensorten; sie bildet immer kernige, gesunde Bäume, sobald sie den ihr günstigen Boden gefunden hat. Das erste Textbild zeigt
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einen 15 jährigen, an der Straße in Kleinfahner stehenden Hochstamm mit dichter, buschiger Krone. Ohne Rückschnitt treibt die Sorte eigentümlich quirlartig angeordnete Astkränze. Im Alter dehnt sich die Krone hochkugelig aus. Das zweite Textbild— eine Kirschenallee auf dem Schierschmidtschen Grundstück in Kleinfahner— läßt dies erkennen.
Der Einzelbaum der Beilage ist ein 50 jähriger Türkinenbaum in GCierstedt, dessen Größe an der danebenstehenden Person beurteilt werden kann. Dieser Baum hat schon öfters in einem Jahre Ernten von 4—5 Zentnern gebracht, wovon der Zentner zu Mk. 15.— verkauft wurde. Drei Fünftel der 25 000 Bäume umfassenden Kirschpflanzungen in den Gotha'schen Gemarkungen Groß- und Kleinfahner und Gierstedt bestehen aus Türkinen. Dies bezeugt den Wert, der dieser


