„Früheste der Mark“ trägt nur mäßig; aber durch den hohen Preis ihrer Früchte ist der Erlös aus ihrer Ernte befriedigender, als dies bei reichtragenderen Sorten der Fall ist. Deshalb wird sie für günstige Lagen mit Recht zur vermehrten Anpflanzung empfohlen.
Das Laub ist hellgrün und matt, am jungen Triebe und an den Fruchtzweigen fast gleich, flach und ziemlich regelmäßig gezahnt.
Die Blüte ist im Aufblühen fast pfirsichrot angehaucht, und sie behält diesen rötlichen Schimmer während ihrer ganzen Blütedauer. Die Knospenhüllblättchen am Blütenstand sind ausgesprochen rötlich. Die Blüten sind die ersten unter den Kirschensorten; sie sitzen dicht zusammen, haben aber eine flattrige Form und sind gegen Frost sehr empfindlich. Die Triebspitzen sind vor dem Erblühen der Knospen stark gerötet, nach der Blüte ist die ganze Belaubung bräunlich. Dies ist ein untrügliches Erkennungszeichen für diese Sorte.
Die Beilage und das erste Textbild des jungen Baumes sind nach Bäumen im Provinzial- Obstgarten zu Diemitz angefertigt, während das zweite Textbild nach einer Photographie aus Vitzenburg a. U. vervielfältigt wurde.
Schlechte Eigenschaften.
Die Frucht der Frühesten der Mark ist zu klein und geschmacklos.
Die Sorte leidet an Monilia und Fusicladium.
Die Blüte und auch der Baum sind sehr empfindlich gegen Frost. Die Ernte setzt infolge dessen oft aus.


