Eigenschaften des Baumes.
Die Früheste der Mark ist infolge ihrer frühen Reife zu Versuchspflanzungen viel verwendet worden, sie hat daher schnell eine starke Verbreitung gefunden. Man hat dadurch auch ein um— fangreiches Urteil über ihre Ansprüche. Danach kommen allein Südhänge mit warmem Boden, wo sie ihre Frühreife auch wirklich zur Geltung bringen kann, für ihre Anpflanzung in Betracht. Es hat keinen Wert, sie in kälteren Lagen anzupflanzen, weil sie dort von besserschmeckenden und großfrüchtigen Sorten weit übertroffen wird.
Von vielen Seiten wird über ihr Gedeihen geklagt. Der Baum wächst ziemlich schwach. Er hat eine hochstrebende Krone von kugelförmiger bis pyramidenförmiger Gestalt, in der Ast— stellung der wilden Vogelkirsche ähnlich, so daß man die Sorte schon im laublosen Zustande am Wuchs, ferner aber auch an ihren kleinen rundlichen Augen erkennen kann. Die Knospen am ein- jährigen Triebe sind gerötet, die Blütenknospen in dichten Büscheln angeordnet.
In leichtem, sandigem Boden kommt sie, nach zuverlässigen Beobachtungen im Querfurter Kreise, besser fort als in schwerem Boden.


