1. Textbild wurde nach der Photographie eines Straßenbaumes am Frohser Weg bei Aschersleben, das 2. nach einer Aufnahme in einem Magdeburger Privatgarten hergestellt. Derartige schöne Bäume der Forellenbirne können nur dort gezogen werden, wo sie die zu ihrem guten Gedeihen nötigen Bedingungen gefunden haben. In kaltem Boden bleibt der Baum kümmerlich, namentlich wenn der Schorf hinzukommt und an seinem Holz nagt. Die Forellenbirne beansprucht einen warmen
Birnenboden, befriedigt aber auch auf diesem nicht einmal immer, weil von ihren reichen Er-— trägen viele Früchte als zu klein und vom Pilz befallen ausgelesen werden müssen. Freie Lage und trockner Boden schützt sie etwas gegen Fusikladium, während bei dichtem Baumbestand und bei schlecht ausgelichteten Bäumen die im Schatten gewachsenen Früchte ganz schwarz- fleckig werden. Für die Form- und Buschobstkultur verdient die Forellenbirne noch am meisten Empfehlung; sie trägt zwar nicht früh, aber wenn sie ihren Holztrieb eingestellt hat, regelmäßig und reich.
Schlechte Eigenschaften.
Die Forellenbirne ist wählerisch im Standort, ohne daß man genau angeben kann, welche bestimmten Ansprüche sie stellt. Sie ist für den Erwerbsobstbau nicht zu empfehlen, weil ihre Früchte sehr vom Fusikladium befallen werden. Bei der Züchtung neuer Birnsorten sollte man danach streben, ihre schönen Farben zu vererben.


