einjährigen Veredlungen ein ganz eigenartiges Aussehen verleihen. Beim Kronenanschnitt und auch bei der Anzucht von Pyramiden ist bei der Bildung neuer Astserien auf diese Augenstellung zu achten und dafür Sorge zu tragen, daß gleichmäßig entwickelte Augen unterhalb der Schnitt- stelle vorhanden sind. Die Forellenbirne bildet schöne, kräftige Stämme und bei der Beachtung ihrer eigenartigen Augenstellung auch gleichmäßige Kronen. Die Rinde des jungen Holzes hat eine dunkelrote, etwas ins Bläuliche schimmernde Farbe, das ältere Holz sieht aschgrau aus.
Das Laub, besonders am jungen Austrieb, ist stark wollig und erinnert fast an die Blätter von Apfelbäumen. Im ausgewachsenen Zustand sind die Blätter glatt. Im Ruhezustand ist die Forellenbirne von der Nordhäuser Winterforelle nicht zu unterscheiden, im Frühjahr und Sommer dagegen sehr gut. Der Austrieb der letzteren ist glatt und glänzend.
Auch die Blüte zeigt deutliche Unterscheidungsmerkmale. Während sie bei der Nordhäuser Winterforelle groß und glockenförmig gebaut ist, hat sie bei der Herbstforelle eine mehr flattrige Form. Die Blüte bricht spät auf und dauert lange.
Die alten Bäume von der Forellenbirne haben eine hochstrebende und knorrige Gestalt. Das kurze Fruchtholz läßt die Hauptäste deutlich hervortreten. Das Bild für die Beilage ver- danken wir Herrn Richard Käswurm in Tilsit, es wurde in Ballgarden aufgenommen. Das


