Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Als Hochstamm baut sie sich zunächst aufrecht, aber im Alter hängen ihre Aste und Triebe ziemlich stark herunter. Dies zeigt sich an dem Textbild, das in den Freiherrl. von Friesenschen Obstanlagen in Rötha photographiert wurde. Die Abbildung auf der Beilage wurde nach einem 43jährigen Hochstamm in den Obstanlagen der Königl. Gärtnerlehranstalt in Proskau hergestellt.

Esperens Herrenbirne verlangt tiefgründigen, warmen Boden und warme Lage. Ueber ihre Tragbarkeit gehen die Urteile weit auseinander. In den Birnlagen am Rhein und in Frank- furt a. M. wird über ihre unbefriedigenden Ernten geklagt.

Die Blüte beginnt spät und dauert ziemlich lange, sie ist aber gegen Nässe und Kälte empfindlich.

Schlechte Eigenschaften.

Die Früchte bleiben klein und nicht frei von Fusikladium; sie reifen zu einer ungünstigen Zeit und liefern nicht genügende Erträge. Deshalb ist die Esperens Herrenbirne für den Erwerbs- obstbau entbehrlich, und sie darf nur für den Liebhaberobstbau verwendet werden.

Die Wespen nagen ihre sehr schmackhaften, süßen Früchte gern an.