Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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Sie wächst auf Wildling und Quitte gleich gut; für Form- und Buschbäume ist sie auf Quitte zu veredeln. Bei der geringen Nachfrage nach Stämmen dieser Sorte ist ihre Anzucht in der Baum- schule beschränkt. Auch für die Zukunft werden ihre Bäume nicht viel gekauft werden, weil sie zum Anbau für den Erwerbsobstbau nicht in Frage kommt. In Liebhabergärten als Pyramiden- form sollte sie vorzugsweise Verwendung finden, weil ihre Aste schon von Natur aus im gleich- mäßigen Winkel abstehen, aufrecht wachsen und deshalb ohne Mühe gut geformte Pyramiden

bilden. Die Blattstellung ist sehr gleichmäßig, die kräftig entwickelten Augen sind etwas schräg gerichtet; sie treiben nach dem Rückschnitt nicht alle aus, so daß zur Erziehung regelrechter Kronen 4 5 Jahre lang nachzuhelfen ist.

Die Blätter sind schmal und spitz; ihre gelblich-grünen, nicht gerollten Blätter erinnern an das Laub der Holzfarbigen Butterbirne; die mäßig langen Stiele und die Blattrippen sind heller. Die einjährigen Triebe sind lederbraun. Vorzeitige Triebe sieht man bei der Esperens Herren- birne selten. In der Jugend läßt sie sich dadurch von anderen Sorten am Wuchs leicht unter- scheiden, daß ihre Fruchtknospen mäßig stark verdickt sind.