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Man trifft die graue Herbstrenette fast nur als Hochstamm an, obgleich sie sich auch auf Doucin veredelt zur Formbaumzucht recht gut eignet. Ihre Tragbarkeit ist sehr groß, oft über- reich, so daß sie sich oftmals erschöpft. Auch für die Anpflanzung an Straßen ist sie geeignet, wenn man ihr einen vor Wind geschützten Standort geben kann.
Die graue Herbstrenette ist eine Hauptsorte des westfälischen Obstbaubezirks. Wenn dort auch nicht gerade geschlossene Anlagen dieser Sorte vorhanden sind, so trifft man sie doch fast in jedem Obstgarten an.
An Lage und Bodenverhältnisse stellt sie keine hohen Ansprüche. Eine gewisse Feuchtig- keit muß ihr allerdings gewährt werden, damit die Früchte voll auswachsen und nicht vor der Reife vom Baum fallen.
Die Blüte ist mittelfrüh, dauert lange, ist aber gegen Nässe und Frost empfindlich. Trotzdem kann man auf eine in jedem zweiten Jahr wiederkehrende Ernte ziemlich sicher rechnen. Unter
Blutlaus hat sie wenig zu leiden.
Schlechte Eigenschaften.
Leidet in schwerem Boden an Krebs und ist dann auch frostempfindlich. In leichtem Boden fallen die Früchte gern ab.


