Teil eines Werkes 
Lfg. 1 (1905) - (19XX) Deutschlands Obstsorten. Lfg. 1 (1905) -
Entstehung
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Unterscheidung der Herbstrenette von anderen Sorten grauer Renetten ist ihre frühe Reifezeit. Ende September vom Baum genommen, hält sie sich bis zum Dezember. Sie welkt leicht und hängt nicht fest am Baum. Der rechte Zeitpunkt der Ernte ist gekommen, wenn sich die grüne Farbe ihrer Früchte in eine gelbliche verwandelt. Sie läßt sich in der Küche vielseitig und vor- züglich verwerten. Zur Herstellung von Apfelkraut wird sie ihres geringen Säuregehaltes wegen auch gern gekauft.

Eigenschaften des Baumes.

Die graue Herbstrenette bildet gesunde Bäume mit gewölbter Krone. Das Bild der Bei- lage liefert dafür den Beweis. Das Textbild ist nach der photographischen Aufnahme des Baumes einer grauen Herbstrenette in Frankenroda in Thüringen hergestellt. In der Jugend unterscheidet sich die graue Herbstrenette im Wuchs nicht wesentlich von der grauen franzöõsischen Renette. Eine lockere Krone mit ungleichmäßiger Entwickelung der einzelnen Kronentriebe ist beiden Sorten eigen. Der Unterschied im Wachstum zwischen diesen beiden Sorten kommt erst später zur Geltung. Dann bildet die graue Herbstrenette viel dichtere Kronen, während die französische Renette sich locker aufbaut. Das Blatt ist bei der franzöõsischen Renette etwas straffer als bei der Herbstrenette.